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Kayla Harrison: Ich will den Kampf gegen Cris Cyborg!

Kayla Harrison (Foto: PFL)

Wohin zieht es Cristiane Justino aka „Cris Cyborg“? Die Brasilianerin, viele Jahre ungeschlagen und frühere Titelträgerin bei Strikeforce, Invicta FC und der UFC, hat ihren Vertrag beim Marktführer beendet und sieht sich nun auf dem Markt um. Kayla Harrison hat sie nun zur PFL eingeladen.

„Ich denke, dass sie hier wunderbar reinpassen würde“, sagte Harrison bei TMZ Sports. „Erst einmal müsste sie sich nicht mehr umbringen, um auf 145 Pfund abkochen, weil wir auch ein Leichtgewicht haben. Außerdem glaube ich nicht, dass es da draußen noch interessante Gegnerinnen für sie gibt. Ich kann sie schlagen und so eine Herausforderung kann ihr niemand anderes bieten. Außerdem ist es bei uns klar vorgegeben. Du gewinnst, du kommst weiter. Egal, ob dich der Promoter mag oder nicht.“

Justino hatte im vergangenen Jahr ihren Titel an Amanda Nunes verloren, nachdem sie zuvor jahrelang nicht besiegt werden konnte. Die Brasilianerin hoffte anfangs auf einen Rückkampf, doch geriet sie dabei erneut mit UFC-Präsident Dana White aneinander, der das Gegenteil behauptete. Stattdessen besiegte sie vor wenigen Wochen in Kanada Felicia Spencer und schloss damit ihren UFC-Vertrag ab.

Wie Dana White kürzlich angab, sei man nicht mehr in den Verhandlungen mit der Brasilianerin, die sich daher eine neue Organisation suchen muss, um weiterzukämpfen. Da käme ein Platz in der PFL mit dem Turniersystem und dem Leichtgewicht vielleicht gerade recht. Auch Kayla Harrison. Die Olympiasiegerin im Judo hat schon seit Beginn ihrer jungen MMA-Karriere ein Auge auf die Brasilianerin geworfen und ist bereits sehr selbstsicher.

„Sie hat kein unglaublich gutes Striking“, so Harrison weiter. „Sie ist groß und stark, aber sie bewegt ihren Kopf nicht, kommt in geraden Linien nach vorne und ist eine Brawlerin. Mein Ziel ist, die beste MMA-Kämpferin der Welt zu werden, technisch und variabel zu werden, ich arbeite also an allen Details. Ich werde wahrscheinlich nie die beste Boxerin im MMA werden, aber die beste MMA-Kämpferin und das bedeutet, alles auf künstlerische Weise zu kombinieren.“

Für die Amerikanerin könnte ein Kampf gegen Cris Cyborg endgültig der Schritt zum MMA-Ruhm sein. Harrison trat bisher ausschließlich bei der PFL an, die Kaliber der Gegner erregten bisher jedoch noch kein großes Aufsehen. Das könnte sich mit Cyborg natürlich ändern. Für Harrison wäre es auch eine persönliche Herausforderung, der sie sich sehr gerne stellen würde.

„Ich will diesen Kampf. Ich strahle am hellsten, wenn die Scheinwerfer auf mich gerichtet sind. Je größer der Druck, desto besser bin ich. Es gibt einen Grund, warum ich zwei Goldmedaillen habe, es ist kein Zufall. Ich liebe das Scheinwerferlicht, den Druck und die Möglichkeit, zu glänzen. Ich denke, wenn wir an die Grenzen unserer Erfahrungen stoßen und uns außerhalb unserer Komfortzone befinden, wachsen wir weiter und genau das will ich. Ich will die beste Kayla sein, die ich sein kann.“

Die Amerikanerin befindet sich gerade im Leichtgewichtsturnier der PFL und steht im Halbfinale Genah Fabian gegenüber, bevor im Finale eventuell die frühere Strikeforce-Championesse Sarah Kaufman auf sie wartet. Für Cris Cyborg wartet jedoch schon ein Platz bei der PFL, sagt Harrison.

„Hey Cris, ich habe gehört, du hast gerade deinen Job verloren, aber wenn du Interesse hast, bei der PFL gibt es einen ganz speziellen Platz für dich…den zweiten.“