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Jon Koppenhaver in 29 Anklagepunkten schuldig gesprochen

Jon Koppenhaver vor Gericht (Foto: Scifighting.com)

Der frühere UFC- und Bellator-Kämpfer Jon Koppenhaver alias „War Machine“ wird so schnell nicht das Gefängnis verlassen. Der 35-Jährige wurde von einer Jury der Geiselnahme, der sexuellen Gewalt unter Verwendung einer tödlichen Waffe und weiteren Punkten für schuldig gesprochen. Koppenhaver hatte seine ex-Freundin, die Porno-Darstellerin Christine Mackinday alias „Christy Mack“, in ihrem Haus schwer verletzt.

Schuldig in 29 von 34 Anklagepunkten, darunter Entführung sowie sexuelle Nötigung unter Einsatz einer Waffe. So lautet das Urteil gegen Jon Koppenhaver einer Jury vom 20. März 2017. Koppenhaver wurde damit in fast allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen, nachdem er im August 2014 seine ex-Freundin Christine Mackinday schwer verletzt hatte. Glück im Unglück für Koppenhaver, dass die Jury den beiden Anklagepunkten versuchter Mord sowie Körperverletzung mit dem Ziel der sexuellen Nötigung nicht stattgab.

Der frühere UFC-Kämpfer war im August 2014 ins Haus seiner ex-Freundin Christine Mackinday eingebrochen und hatte sie mit einem Mann überrascht. Nachdem er erst das männliche Opfer verprügelte und aus dem Haus warf, konzentrierte er seine Aggression auf Mackinday, die 18 Knochenbrüche im Gesicht, mehrere ausgeschlagene Zähne, einen Leberriss und eine angebrochene Rippe davontrug. Mit einem Messer in der Hand versuchte er anschließend, Mackinday zu vergewaltigen und schnitt ihr die Haare ab. Mackinday gelang die Flucht zu einem Nachbarn, der die Polizei verständigte. Bevor diese eintraf, konnte Koppenhaver fliehen.

Eine Woche später wurde Koppenhaver verhaftet. Seitdem wartete er auf sein Urteil. Im Oktober 2014, am Tag einer Vorverhandlung über ein Schuldbekenntnis, versuchte Koppenhaver, sich in seiner Zelle das Leben zu nehmen, ein Wärter verhinderte das. Der 35-Jährige lehnte bereits zwei Mal ab, ein Geständnis abzulegen. Mit den Geständnissen hätte er Strafen von 16 Jahren bis lebenslänglich bzw. 18 bis 40 Jahren Gefängnis zugestimmt. Durch den Schuldspruch im Anklagepunkt Entführung droht ihm nun eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung.

Koppenhaver verdiente sich durch seinen Auftritt in der sechsten Staffel von The Ultimate Fighter einen UFC-Vertrag. Nach zwei Kämpfen wurde er wieder vor Tür gesetzt und pendelte im Anschluss immer wieder zwischen MMA-Kämpfen, Porno-Filmen und Aufenthalten im Gefängnis wegen Körperverletzung hin und her. Bereits vor dem Vorfall im Jahr 2014 hatte Mackinday berichtet, dass sie von Koppenhaver wiederholt geschlagen, gewürgt und vergewaltigt wurde.

Die Urteilsverkündung wird für den 5. Juni erwartet.