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Jon Jones über UFC 151 und Chael Sonnen

Jon Jones (Foto: Mark Bergmann/GroundandPound)

Lange hat Jon Jones öffentlich zur Absage von UFC 151 geschwiegen und nur vereinzelt Kommentare über den Kurznachrichtendienst Twitter abgegeben. Heute stand er unserem Kollegen Ariel Helwani von MMAFighting.com Rede und Antwort.

Jon Jones über die Ablehnung von Chael Sonnen als Ersatzgegner:

„Ich habe mit meinem Cheftrainer, meinem Thaiboxtrainer und meinem Boxtrainer gesprochen. Sie kennen meine Schwächen und Stärken, sie wissen, wie meine Muskeln reagieren. Jeder Trainer sagte geradeheraus, dass er denkt, dass ich diesen Kampf gewinnen kann. Aber sie sagten auch, dass ich mir im Klaren sein muss, dass ihre (Dan Henderson und Chael Sonnen, Anm. d. Red.) Kampfstile unterschiedlich sind. Ihr Clinchverhalten ist anders, sie verwenden unterschiedliche Takedowns. […] Chael Sonnen ist ein Linksausleger, er hat andere Takedowns in seinem Arsenal, andere Aufgabegriffe, anderes Ground and Pound, er ist ein völlig anderer Krieger. Diesen Kampf anzunehmen, wäre dumm gewesen.“

Jon Jones über Chael Sonnen als würdigen Herausforderer:

„Die Menschen wissen wohl nicht, dass Sonnens Kampfbilanz (in der UFC, Anm. d. Red.) 5-6 beträgt... 5-6! Warum würde ich meinen Weltmeistertitel gegen einen gefährlichen Gegner aufs Spiel setzen, der diesen Titelkampf nicht mal annähernd verdient hat? Dann wäre ich für jemand anderen der Jackpot, und ich weigere mich, für jemand anderen der Jackpot zu sein.“

Jon Jones über andere Ersatzgegner:

„Der einzige Gegner, gegen den ich so kurzfristig gekämpft hatte, ist Rashad Evans, denn sein Kampfstil ähnelt dem von Dan Henderson sehr. Rashad Evans ist ein guter Ringer, ist in bestimmten Situationen gut in Scrambles, hat einen gewaltigen rechen Schwinger und auch eine gute Linke. Ich hätte jeden anderen Gegner abgelehnt, denn man sollte seine Gegner nicht aus einer Gefühlslage heraus auswählen. Ich kann eine Millionen Dollar schwere Karriere und einen Weltmeistertitel nicht gegen jemanden aufs Spiel setzen, nur weil er schlecht über meine Mama spricht.“

Jon Jones über Chael Sonnen:

„Ich habe in der Vergangenheit gesagt, dass ich Sonnen niemals erlauben würde, nur aufgrund seines Mundwerks an anderen vorbeizuziehen. Und was tut er? Er zieht aufgrund seines Mundwerks an anderen vorbei. Dieser Typ ist armselig. […] Wenn er zurücktritt, wird er keine bedeutenden Zitate hinterlassen, nur dumme Sprüche von einem Typen, der gerne andere Menschen veräppelt.“

Jon Jones über Dana White:

„Es ist gut zu wissen, wo ich bei Dana White stehe. Ich will zu niemandem eine falsche Beziehung haben. […] Ich habe seitdem nicht mit ihm gesprochen, ich lasse ihn sich erst einmal beruhigen, ehe ich mit ihm spreche. Er hat Grund, verärgert zu sein, aber ich denke, er muss sich auch bewusst machen, dass ich ebenfalls Grund dazu habe. Ich dachte, er würde mich mehr unterstützen. Und er denkt, ich hätte vor Sonnen Angst? Es geht nicht um Angst, sondern darum, intelligent zu handeln.“

Jon Jones über die Kritik anderer Kämpfer:

„An all die Kämpfer von der Veranstaltung, die mich beleidigen: Ich bin nicht derjenige, der sagt, dass ihr für einen PPV nicht gut genug seid. […] Mein Job besteht nicht darin, bei anderen Kämpfern beliebt zu sein. Es kümmert mich überhaupt nicht, ob irgendein Kämpfer mich mag oder nicht. Mein Job ist es, irgendwo aufzutauchen, zu kämpfen und nach Hause zu gehen.“

Jon Jones über seinen nächsten Gegner:

„Vitor Belfort ist ein ehrbarer, respektvoller Mann und ein ehemaliger Weltmeister. Ich denke, dass der Kampf besser wird als der gegen Dan Henderson, denn er kann besser boxen und ist viel gefährlicher.“