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Jeremy Stephens elf Stunden vor UFC on FX 5 verhaftet

Jeremy Stephens sitzt momentan im Gefängnis. (Foto: Zuffa LLC)

„Jeder Tag ist wie in einer Seifenoper“, erklärte UFC-Präsident Dana White heute Morgen auf der Pressekonferenz nach UFC on FX 5. Dazu gehört natürlich auch eine gehörige Portion Drama, und daran mangelte es bei dieser Veranstaltung ganz bestimmt nicht. Nachdem bereits einen Tag zuvor der Kampf zwischen Dennis Hallman und Thiago Tavares abgesagt wurde, musste am Tag der Veranstaltung eine weitere Ansetzung aus dem Programm gestrichen werden. Der Grund: Jeremy Stephens, der eigentlich auf Yves Edwards treffen sollte, wurde am Freitagmorgen verhaftet und bislang nicht wieder freigelassen.

Kurz vor der Veranstaltung kam die Meldung ans Licht, dass Stephens wegen einer Körperverletzung aus dem Jahr 2011 verhaftet wurde und nicht gegen Edwards antreten werde. Dana White dementierte diese Nachricht via Twitter und versicherte, dass der Kampf stattfinden würde.

Das Versprechen konnte White jedoch nicht einhalten. Knapp 35 Minuten vor dem Hauptkampf stand fest, dass Edwards seine Handschuhe wieder einpacken kann. Auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung erklärte er den Grund dafür.

„Heute Morgen wurde mir mitgeteilt, dass er (Jeremy Stephens) in seinem Hotelzimmer verhaftet wurde“, so der UFC-Präsident. „Ich bin direkt zur Polizei gefahren und habe versucht, die Situation zu klären. Ich war mir zu 100% sicher, dass wir ihn für den Kampf aus dem Gefängnis bekommen würden.“

Mehrfach habe White einen Deal mit den Verantwortlichen in Des Moines, Iowa, von wo der Haftbefehl ausging, ausgehandelt. Allerdings wurden kurz vor Abschluss immer wieder Änderungen gefordert.

„Ich habe schon einen Plan ausgeheckt, ihm beim Ausbruch zu helfen, um den Kampf noch möglich zu machen“, so White scherzend. „Letztendlich hat man Unmengen an Geld für seine Freilassung gefordert. Es gab zwei Anklagen. Für die eine verlangte man 1.000 US-Dollar und für die andere 20.000 US-Dollar Kaution. Das waren die Startpreise. Der Betrag am Ende der Verhandlung war wahnsinnig. Dafür hätte ich Charles Manson aus dem Gefängnis holen können. Ich war sogar bereit, das zu zahlen, doch dann wollte man noch mehr Geld. Die Leute mögen Stephens nicht. Sie werden es ihm nicht leicht machen.“

Auch wenn White alles in seiner Macht stehende versuchte, um seinen Mitarbeiter aus dem Gefängnis zu holen, ist klar, dass Stephens selbst die Konsequenzen zu tragen hat und möglicherweise keine Zukunft in der UFC hat. Dies sei laut White jedoch erst einmal sein geringstes Problem.

„Jeremy hat jetzt weitaus andere Probleme“, erklärte der UFC-Präsident. „Möglicherweise verbringt er die nächsten zwei Jahre in Des Moines, Iowa. Ich sage euch, ich habe es noch nie erlebt, dass man jemanden nicht gegen Kaution aus dem Gefängnis lässt. Er hat nicht irgendwie drei Leute umgebracht oder wird wegen irgendwelchen schrecklichen Verbrechen gesucht. Es ist eine Körperverletzung.“