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"Ich will zeigen, was für ein Kämpfer ich bin"

Der frühere Strikeforce-Champion im Mittelgewicht: Jake Shields. (Foto: Mark Bergmann/GroundandPound)

Jake Shields sorgte bei Strikeforce für Furore, als er sich dort den Mittelgewichtstitel um die Hüfte schnallte und Kämpfer wie Jason Miller oder Dan Henderson besiegte. In der UFC fiel sein Resümee jedoch eher schlecht aus, schließlich machte er gegen Kontrahenten wie Martin Kampmann, Georges St. Pierre oder Jake Ellenberger keine gute Figur.

Jetzt will der Amerikaner seine Leistung auf das nächste Level heben, besonders nach der recht unspektakulären Vorstellung gegen Ed Herman am vergangenen Wochenende.

„Die Höhenlage in Denver, Colorado hat mich fertig gemacht“, lautete Shields' Entschuldigung nach dem Auftritt bei UFC 150. „Ich mag es, im Mittelgewicht zu kämpfen. Hier in der UFC muss ich jedoch noch etwas an Gewicht zulegen. So zwei oder drei Kilogramm mehr, denke ich, dann wäre ich bereit für einen Topkämpfer im Mittelgewicht.“

Shields konnte bei UFC 150 einen wenig beeindruckenden Punktsieg gegen Herman erzielen und war zuvor im Weltergewicht lediglich zweimal in vier UFC-Kämpfen erfolgreich. Aufgrund des mühevollen Abkochens in dieser Gewichtsklasse, nach dem Shields stets über Energielosigkeit klagte, wechselte er zurück ins Mittelgewicht, wo er sich Einsätze gegen hochwertige Gegner zu erhofft, doch UFC-Präsident Dana White äußerte sich negativ zur Leistung des 33-Jährigen.

„Ich hatte viel mehr erwartet“, so White über Shields Kampf gegen Herman. „Es war ein sehr seltsamer Kampf. Es war ein Jake-Shields-Kampf. Wisst ihr, was ich meine?“

Shields scheint für unspektakuläre Punktsiege bekannt zu werden, schließlich war er seit 2009 nicht mehr in der Lage, eine vorzeitige Entscheidungen im Käfig herbeizuführen. Seit seinem Kampf gegen Jason „Mayhem“ Miller im November 2009 war seine TKO-Niederlage gegen Jake Ellenberger bis heute das einzige Duell, das vorzeitig beendet wurde; mit allen anderen Kontrahenten ging er über die volle Distanz.

„Nächstes Mal kämpfe ich hoffentlich in keiner Höhenlage“, so Shields auf der Abschlusskonferenz nach UFC 150. „Ich will viel mehr zeigen, und zwar so eine Leistung wie in meinem Kampf gegen Henderson. Ich will zeigen, was für eine Art von Kämpfer ich bin.“

Mit seinem Gewichtsklassenwechsel und dem Ziel, ein paar Pfunde an Muskelmasse hinzuzufügen, darf man gespannt sein, wie Shields in seiner nächsten UFC-Begegnung auftreten wird. Seine Kritiker werden ihn sicherlich mit Argusaugen beobachten.