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Ich muss unbedingt gewinnen!

Nandor Guelmino steht vor dem größten Kampf seiner Karriere. (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Im kanadischen Toronto wird am Samstag der dritte Event in weniger als zwei Jahren im Air Canada Centre stattfinden. Dabei wird für Nandor Guelmino ein Traum in Erfüllung gehen. In seinem ersten UFC-Kampf wird das österreichische Schwergewicht am 21. September im Vorprogramm von UFC 165 auf den Polen Daniel Omielanczuk treffen. Wir sprachen mit dem 37-Jährigen „Hunnen“ vor seinem großen Auftritt.

Groundandpound.de: Kannst du deine Eindrücke vor deinem großen Debüt für uns zusammenfassen?
Nandor Guelmino: Es der absolute Kämpfer-Traum, der jetzt wahr wird. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es ist jedermanns Traum, bei der UFC im Käfig zu stehen. Aber der wirkliche Traum erfüllt sich erst dann wirklich, wenn man besteht und das Octagon als Sieger verlässt.

Du hast im vergangenen Januar bereits einmal für ZUFFA gekämpft, als du in der finalen Strikeforce-Veranstaltung auf den früheren UFC-Champion Josh Barnett getroffen bist. Das Ergebnis war eine Niederlage, gegen einen der besten Schwergewichtler der Welt. Stehst du jetzt umso mehr unter Druck?
Druck herrscht höchstens, weil das hier jetzt die UFC ist. Mein Gegner dagegen erhöht den Druck nicht, denn für ihn ist es ja genauso der erste Kampf hier.

Wie wichtig ist ein Sieg in der UFC?
Ich muss unbedingt gewinnen, denn so eine Chance kommt möglicherweise nur einmal im Leben.

Ist es etwas Besonderes, dass dein Kontrahent ebenfalls Europäer ist?
Ob jemand aus Polen, Kanada oder China kommt, ist mir vollkommen egal. Ich kämpfe gegen denjenigen, den mir die UFC vorsetzt.

Was weißt du über Daniel Omielanczuk?
Daniel ist 30 Jahre alt, 1,83 Meter groß, wiegt 110 Kilo und ist Rechtsausleger. Er hat elf Kämpfe nacheinander gewonnen. Außerdem trainiert er mit Pawel Nastula, was ihm am Boden anscheinend sehr zugute kommt.

Spielt es eine Rolle, ob der Kampf im Stehen oder auf dem Boden geführt wird?
Es wird keinen Unterschied machen, ob der Kampf im Stehen oder auf der Matte stattfindet. Ich habe mich auf beides bestens vorbereitet und werde von Anfang an Druck machen, um ihm gar nicht erst die Chance zu geben, seine Strategie umzusetzen.

Du hast uns Einblicke in deinen Trainings-Blog gegeben. Wie lief das Training?
Im Juli habe ich mit Alessio Sakara trainiert, einem langjährigen UFC-Veteranen. Er hat mir viele Tipps gegeben, um meine Vorbereitung zu optimieren. Das kam genau zum richtigen Zeitpunkt, weil ich das Gelernte noch in mein aktuelles Trainingscamp mit einbringen konnte.

Wie ist deine körperliche Verfassung?
Ich bin nicht verletzt – anders als bei vielen meiner bisherigen Kämpfe – und dank all meiner Trainingspartner und meiner Trainer bin ich für mein UFC-Debüt in der Form meines Lebens.

Danke für deine Zeit und viel Erfolg am Samstag.

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Wir haben auch Nandor Guelminos Gegner Daniel Omielanczuk zu Wort gebeten. Was der Pole von Guelmino hält und wie er sich auf sein UFC-Debüt vorbereitet, könnt ihr im großen Doppel-Interview im aktuellen Groundandpound-Magazin nachlesen.