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"Ich bin auf einer Mission"

Neil Grove (Foto via sherdog.com)

Neil Grove (11-3-1) ist ein südafrikanisch-englischer Schwergewichtskämpfer, der nach seinem Finaleinzug im ersten Bellator-Schwergewichtsturnier auch im Turnier der aktuellen Staffel an den Start gehen wird. Grove begann seine Karriere in England, wo er bei Cage Rage erstmals auf sich aufmerksam machen konnte. Nachdem er bei UFC 95 in England vor heimischem Publikum kämpfte, wurde er ein Jahr später für die dritte Staffel von Bellator in die Vereinigten Staaten eingeladen. Mit GroundandPound.de unterhielt er sich über das bevorstehende Turnier und blickt auf seinen Weg nach Amerika zurück.

GroundandPound: Neil, danke für deine Zeit. Wie geht es dir?
Neil Grove: Es geht mir großartig, danke.

Du bist im ersten Schwergewichtsturnier von Bellator angetreten, wie war es, zum ersten Mal in einem Turnier zu kämpfen?
Es ist beeindruckend für mich. Es macht Sinn, dass sich acht der besten Kämpfer in einer Gewichtsklasse eine Schlacht um einen Titelkampf liefern.

Wie hast du das Turnier in Erinnerung?
Mein erstes Turnier war eine großartige Erfahrung. Ich kämpfte zum ersten Mal außerhalb von England. Meine ersten zwei Gegner waren weltklasse Kämpfer mit guten Rekorden. Ich habe ziemlich einfach gewonnen, wurde aber von einer mentalen Blockade besiegt, als ich gegen einen weltklasse Ringer antrat.

Du kämpfst auch im Turnier der aktuellen Staffel, was erwartest du?
Das diesjährige Teilnehmerfeld ist viel stärker und hat ein paar unbekannte Kämpfer dabei. Viele ausgeglichenere Jungs, also im Großen und Ganzen härter. Darauf freue ich mich.

Wer denkst du, ist der Favorit im Turnier?
Ich natürlich (lacht). Es sind einige große Jungs im Turnier und wie du weist, braucht es bei einem so schweren Gewicht nur einen Schlag. Jeder kann gewinnen.

Solltest du gewinnen, bekommst du einen Rückkampf gegen Cole Konrad und eine Chance auf den Titel. Wie wäre das für dich?
Ich bin auf einer Mission - erneut gegen ihn zu kämpfen. In unserem ersten Aufeinandertreffen war ich mental nicht richtig eingestellt. Er hat großartige Ringerfähigkeiten und ich hatte nur das im Kopf. Ich hätte stattdessen einfach kämpfen sollen, wie ich es immer mache. In unserem nächsten Kampf wird er mehr Kampf bekommen, als beim ersten Mal.

Im ersten Turnierkampf triffst du auf Mike Hayes, was erwartet dich dabei?
Er ist ein großartiger Kämpfer, sehr ausgeglichen und so groß wie ich. Auch ein netter Junge. Er hat mir im Halbfinale geholfen, als ich gegen den Kerl kämpfte, gegen den er über Punkte verloren hatte.

Wie wirst du den Kampf angehen?
Kämpfen. Jeder weis, was ich am besten kann - also erwartet genau das.

Es wird erwartet, dass Bellator einen Vertrag mit SpikeTV unterschreibt, wie wichtig denkst wäre der Deal deiner Meinung nach für die Organisation?
Ich denke, es läuft gut auf MTV2, aber es liegt bei den Chefs. Sie wissen, was am besten ist und wenn es mehr Berichterstattung bringt und mehr Geld, dann ja, macht es.

Lass uns noch etwas über deine Herkunft und deine bisherige Karriere sprechen.
Du hast mir im Vorfeld erzählt, dass du auch deutsche Familienhintergründe hast, wo du in Südafrika geboren wurdest. Kannst du uns etwas über deine Familiengeschichte erzählen?
Gut, wie fast alle Südafrikaner sind wir mit vielen europäischen Vorfahren vermischt. Bei mir sind es in erster Linie deutsche, französische, holländische und norwegische.

Wann bist du nach England gekommen?
Im Dezember 1996 bin ich nach England gezogen.

Würdest du auch gerne irgendwann einmal in Südafrika kämpfen?
Ich würde es lieben! Ich habe ein paar großartige Geschichten gehört, wie der Sport in Südafrika wächst. Meine Familie liebt es, ihn zu sehen und mittlerweile bin ich auch bei einigen der Fans bekannt.

Im Jahr 2009 hattest du einen einzigen UFC-Kampf, wie war es und würdest du gerne ein weiteres Mal für die Organisation kämpfen?
Es war großartig so lange es dauerte, aber wegen einer Verletzung und einer Niederlage wurde ich entlassen. Und nein, ich bin glücklich bei Bellator FC und möchte hier noch eine Weile bleiben.

Zwischen 2007 und 2008 bist du bei Cage Rage angetreten, welche Erfahrungen hast du dort gemacht?
Es war eine großartige Zeit, bis sie es an ProElite verkauft haben.

Wo ist der Unterschied, wenn du in den Vereinigten Staaten oder in Großbritannien kämpfst?
Da ist ein riesiger Unterschied. Der Sport ist dort [in den USA] besser bekannt und die Zuseher und die Unterstützung ist so viel größer, weshalb es viel mehr Spaß macht, dort zu kämpfen.

Danke nochmals für das Interview, hast du deinen Fans abschließend noch etwas zu sagen?
Danke für die Gelegenheit, mich dem deutschen Publikum zu präsentieren. Ich liebe den Sport und freue mich darüber, neue Fans zu gewinnen. Danke, meiner Familie und meinen Sponsoren.