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Hughes vs. Penn 3

BJ Penn zwang Matt Hughes im ersten Kampf zur Aufgabe. (Foto via Zuffa LLC)

Am kommenden Samstag ist es so weit. Bei UFC 123 steigen zwei UFC-Legenden zum dritten Mal gegeneinander ins Octagon. Dabei stehen die Vorzeichen bei dem Kampf zwischen dem UFC Hall of Famer Matt Hughes und dem ehemaligen Weltergewicht- und Leichtgewichtschampion BJ Penn so ähnlich wie bei ihren ersten beiden Aufeinandertreffen.

Bei UFC 46 standen sich die beiden erstmals gegenüber. Damals war Matt Hughes der dominanteste Weltergewichtschampion aller Zeiten und nach fünf Titelverteidigungen in Folge schien Penn, der bei seinem Kampf um den Leichtgewichtstitel gegen Caol Uno nur zu einem Unentschieden kam, nur eine Pflichtaufgabe zu sein. Allerdings ließ sich Penn nicht von Hughes' beeindruckender Siegesserie einschüchtern und besiegte diesen durch Rear Naked Choke nach 4:39 Minuten in der ersten Runde.

Zum Rückkampf kam es bei UFC 63, zweieinhalb Jahre nach ihrem ersten Kampf. Hughes war wieder der Champion und Penn ersetzte den verletzten Georges St. Pierre, gegen den er zuvor den Kampf um den Platz des Nummer-1-Herausforderers verloren hatte. Dieses mal ließ sich Hughes, der zu dem Zeitpunkt bereits 41 Siege vorweisen konnte, nicht von Penn überrumpeln und siegte nach 3:53 Minuten in der dritten Runde durch TKO.

Über vier Jahre später kommt es nun zum „Entscheidungskampf“ zwischen zwei Kämpfern, die sich inzwischen circa acht Jahre lang an der Spitze ihrer Gewichtsklasse aufhalten. Allerdings mussten beide in der Zwischenzeit einige Rückschläge einstecken. Und während Hughes sein Tief von drei Niederlagen in vier Kämpfen – zwei davon gegen den amtierenden Weltergewichtschampion Georges St. Pierre – nach zuletzt drei Siegen in Folge überwunden zu haben scheint, musste Penn zum ersten Mal in seiner Karriere zwei Niederlagen in Folge in der Leichtgewichtsdivision einstecken. In seinen Titelkämpfen gegen Frankie Edgar hatte dieser beide Male das bessere Ende für sich, obwohl Penn jeweils als Favorit in die Kämpfe gegangen war. Nach diesen zwei Niederlagen hätte sich Penn im Titelrennen erst mal hinten anstellen müssen, weswegen ihm der Kampf gegen Hughes sehr gelegen kommt: „Nach zwei Niederlagen hätte ich wohl jeden Gegner akzeptiert, den Dana [White] mir angeboten hätte, aber mit Matt hat er mir ein Geschenk gemacht, da ich immer gehofft hatte, dass Matt und ich noch mal gegeneinander kämpfen würden.“ Auch Hughes, der nach seinem Sieg gegen Ricardo Almeida eigentlich gesagt hatte, dass er dieses Jahr nicht mehr kämpfen würde, freut sich auf diesen Kampf: „Im Moment steht es eins zu eins und wir bekommen endlich den dritten Kampf. Wir wollten ihn beide. Endlich bekommen wir ihn. Wir sind damit also beide glücklich.“

Nach dem Kampf wird wohl nur noch einer der beiden glücklich sein. Sieg oder Niederlage, Hughes und Penn sollten am Sonntag wissen, wie ihre Karrieren weitergehen werden. Eine Niederlage gegen Hughes dürfte Penn wieder zurück ins Leichtgewicht bringen, während ihn ein Sieg noch etwas in der Gewichtsklasse halten würde. Hughes könnte sich seinerseits mit einem Sieg plötzlich wieder im Titelrennen sehen, was nach seiner Niederlage gegen Thiago Alves bei UFC 85 schon so gut wie ausgeschlossen schien. Deswegen steht bei diesem Kampf mehr auf dem Spiel, als so mancher vielleicht wahr haben möchte.