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Hollywood oder MMA?

Quinton "Rampage" Jackson als B.A. Baracus. (Foto via 20th Century Fox)

Quinton Jackson ist einer der charismatischsten Kämpfer im MMA-Zirkus, und einer der erfolgreichsten dazu. Eines ist er allerdings dennoch nicht: ein Kämpfer um des Kämpfens Willen. Daher verwunderten Rampages Aussagen über ein mögliches frühzeitiges Karriereende nicht zu sehr. Wirklich gewagt hat er den Schritt jedoch nie und stieg weiterhin fleißig ins Octagon der UFC.

Letztes Jahr zeigte ihm aber die Filmschmiede Hollywood einen anderen Weg auf: den Weg als Schauspieler. Für seine Rolle im Remake des Serienklassikers „A-Team“, in dem er den Muskelprotz B.A. Bararaus verkörperte, kassierte er neben Lob auch Kritik. Austeilen und Einstecken also, wie im Käfig!

Neue Rollen für den ehemaligen UFC Halbschwergewichtsweltmeister lassen derzeit warten. Dennoch sieht der 32-Jährige seine langfristige Zukunft im Darstellergewerbe. Im Gespräch mit den Kollegen von fiveknuckles nährte Jackson die Gerüchte um ein baldiges Ende seines sportlichen Engagements bei der UFC. Die Zeit im Achteck ist begrenzt, und Chuck Liddell sowie Randy Couture sind Ausnahmen. Nicht jeder findet nach der aktiven Zeit einen Platz in der Promotion oder kann bis ins hohe Alter im Hauptprogramm bestehen.

Zwar war seine erste Hauptrolle im „A-Team“ nicht der große Zahltag, dennoch soll die Zukunft dem Filmgenre gehören. Sein Talent, Menschen zu unterhalten, aber noch vielmehr seine vier Kinder sind hierfür die Antriebsfeder. Ganz dem Motto: Wer einmal Blut leckt, kommt auch nicht mehr davon los, scheint Rampages Kämpfer-Zukunft also von Hollywoods Produzenten abzuhängen. Zwar sollen derartige Rücktrittsüberlegungen die Vorbereitung auf das bevorstehende Duell bei UFC 130 gegen Matt Hamill nicht beeinträchtigen, aber eine Frage wird erlaubt sein: Wie sehr kann sich Quinton Jackson für den MMA-Sport noch motivieren?