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Hacker erklären der UFC den Krieg

Hat sich Dana White mit den falschen angelegt? (Foto: Zuffa LLC)

Wer sich am Sonntagabend Informationen von der offiziellen Website der UFC holen wollte, musste sein Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Hacker hatten die Domain www.ufc.com auf eine Seite weitergeleitet, die eine Karikatur von Adolf Hitler zeigte. UFC-Präsident Dana White zeigte sich davon nicht beeindruckt, sondern forderte die Angreifer heraus und hat damit einen Kampf begonnen, den er vermutlich nicht gewinnen kann.

Der Grundstein des Debakels wurde im vergangen Jahr gelegt, als bekannt wurde, dass die UFC den stark kritisierten Gesetzesentwurf SOPA (Stop Online Piracy Act) unterstütze. Dieses Gesetz soll es amerikanischen Unternehmen und dem US-Justizministerium erlauben, die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet zu unterbinden, indem selbst Urheberrechtsinhaber Sperrverfügungen für Websites erwirken dürften.

Da viele Benutzer und Website-Betreiber eine Zensur des Internets befürchten, kam es in den vergangenen Wochen zu weltweiten Protesten und Hacker-Angriffen. Auch die UFC fiel diesen Angriffen nun zum Opfer. Neben der besagten Umleitung der UFC-Website, übernahmen Hacker auch die Kontrolle über den offiziellen Twitter-Account der Reality-Serie „The Ultimate Fighter“. Dana White ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken.

„Ich bin nicht Ebay“, so der UFC-Präsident. „Wenn meine Website für zwei Tage nicht erreichbar ist, ist das okay. Wir reparieren das und fertig. Ihr tut mir nicht weh, wenn ihr meine Website vom Netz nehmt.“

White führte seinen Standpunkt weiter aus und forderte die Hacker heraus: „Ich habe keine Angst vor euch. Ihr wollt unsere Seite also weiter hacken? Macht nur. Schaut was passiert. Ihr schadet nur euch selbst.“

Wenig später meldete sich ein Mitglied der Gruppe, die am Wochenende die UFC-Website gehackt hatte, via Twitter zu Wort: „Wir möchten deine Seite nicht mehr. Wir sind hinter dir her.“

Die Gruppe veröffentlichte daraufhin einen Link, der zu Whites persönlichen Daten führte. Neben der Sozialversicherungsnummer veröffentlichte die Gruppe auch Telefonnummern, Adressen und das Strafregister des UFC-Präsidenten. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei nur um im Internet zusammengesuchte Informationen.

Weitaus bedenklicher dürfte der heutige Aufruf zur Operation UFC des Hacker-Kollektivs Anonymous sein. Einhergehend mit dem Aufruf verschafften sich Hacker erneut Zugriff auf die Website der UFC. Bereits in der Vergangenheit führten durch Anonymous ausgerufene Operationen zu massiven Angriffen auf Websites, wobei selbst Webpräsenzen der Regierung zum Ziel wurden.

Die Operation UFC ist den Hackern zufolge noch im vollen Gange. Es ist nicht abzusehen, welcher Schaden durch weitere Angriffe angerichtet werden könnte.