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„GSP ist ein Feigling!“

Nick Diaz blickt auf GSP herab. (Foto via MMAWeekly)

Nachdem der angekündigte Megafight zwischen dem amtierenden UFC Weltergewichtschampion Georges St. Pierre und dem Strikeforce Champion Nick Diaz nicht zustande kam, spricht Diaz, das „Enfant terrible“ des MMA, nun über die Situation aus seiner Sicht.

„Ich suche keine Ausreden! Hätte ich gewusst, dass der Kampf abgeblasen wird, nur weil ich nicht bei einer dummen Pressekonferenz sitze, wäre ich definitiv hingekommen“, so Diaz erzürnt. „Ich wusste nicht einmal, dass es die offizielle Pressekonferenz ist. Ich dachte es wäre einfach nur ein PR-Meeting, wobei mir niemand sagte was ich dort sollte. Deshalb bin ich einfach nicht hingegangen.“

Scheinbar fehlten dem aus Stockton, Kalifornien stammenden Diaz Informationen, ebenfalls schien er nicht bereit ins kalte Wasser zu springen, sondern wünschte vorher unterrichtet zu werden wie seine Rolle am Tisch neben GSP auszusehen hatte. Diaz machte es sich scheinbar leicht, ganz nach dem Motto: Keine Instruktionen – kein Erscheinen. Damit verlor er jedoch seine große Chance auf den Titelkampf und damit auch Unmengen an finanziellen Einnahmen.

„Ich hatte einfach keine Ahnung. Ich bin es nicht gewöhnt“, erklärte der 28-Jährige. „Ich bin nie in Zeitschriften, ich war nie in Sendungen wie „Inside MMA“ oder „MMA Live“, ich mache mir nichts aus diesem Presserummel. Trotzdem muss ich zugeben, ich freue mich für Carlos (Condit), der nun meinen Platz gegen GSP einnimmt. Er ist ein guter Kerl, er hat ein Kind und Familie, ich gönne es ihm.“

Nach der sportlich fairen Geste gegenüber Condit hatte Diaz jedoch ein paar kritische Worte für St. Pierre übrig.

„Unterm Strich bin ich der Meinung, dass GSP ein Feigling ist. Er hat seinen Mund nicht aufgerissen als es hieß, dass ich ausfalle. Er wollte scheinbar nie gegen mich kämpfen, er hat Angst. Wenn ich GSP wäre, würde ich gegen die Besten antreten wollen und scheinbar traut er sich nicht gegen mich, denn er hat mit keinem Wort erwähnt, dass er das Duell mit mir sucht. Er ist ein Angsthase. Ich an seiner Stelle hätte auch längst nach Anderson Silva und Co. gefragt! Seien wir ehrlich, GSP weiß wer ich bin, er weiß ich bin jünger, er weiß ich habe mehr Siege in Folge als er, er weiß ich habe mir den Hintern aufgerissen um zu stehen wo ich heute bin und er weiß er würde gegen mich verlieren…und er? Er wurde zuletzt von Jake Shields vorgeführt. Er hat die Nacht im Krankenhaus verbracht, nach dem letzten Kampf, als ich mit Shields auf der Pressekonferenz saß. Wenn ich ihn auf der Straße sehen würde, würde ich ihn einen Schlappschwanz nennen, denn genau das ist er.“

Strikeforce Weltergewichtschampion Nick Diaz (Foto by fiveouncesofpain.com)

Diaz wird nun auf BJ Penn treffen, im Co-Hauptkampf des Abends, und dürfte, sofern ihm ein Sieg gelingt, wieder im Titelrennen stehen. Jedoch ist dies von mehreren Faktoren abhängig, denn sowohl bei St. Pierre gegen Condit, als auch Diaz gegen Penn ist alles möglich.

„Penn ist ein starker Gegner, den ich auf keinen Fall unterschätze“, erklärte Diaz. “Ich werde aber nicht, wie Penns letzte Gegner, versuchen ihn auf dem Boden zu halten und nach Punkten zu gewinnen, sondern ich werde ihm einen wahren Kampf liefern! Außerdem denke ich, dass Condit gewinnen wird, er wird St. Pierre die Fresse polieren. Ich freue mich auf eine Begegnung gegen Condit, gegen ihn wollte ich schon immer in den Käfig steigen.“

Große Töne und viele Spekulationen, Fakt ist jedoch, die Fans kommen voll auf ihre Kosten, durch die turbulenten Geschehnisse der letzten Tage, als auch durch die starken Begegnungen bei UFC 137.