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GnP Awards 2011: MMA-Veranstaltung des Jahres international

UFC 126: Silva vs. Belfort gewinnt mit großem Vorsprung.

Die GroundAndPound-Leser wählten UFC 126: Silva vs. Belfort mit einer überzeugenden Mehrheit von 62,41 Prozent zur internationalen MMA-Veranstaltung des Jahres 2011. Der Event zum Super Bowl-Wochenende am 5. Februar 2011 im Mandala Bay Events Center von Las Vegas, Nevada, verzeichnete unter anderem das Debut von vier interessanten WEC-Importen. Nebenbei sicherte sich Jon Jones einen Titelkampf und Anderson Silva stellte in einem Mittelgewichtstitelkampf auf spektakuläre Weise einen neuen UFC-Rekord auf.

Das Programm von UFC 126 begann mit vorzeitigen Siegen: Der ungeschlagene Kenny Robertson (10-0), der bei UFC 122 in Oberhausen eigentlich gegen Pascal Krauss antreten sollte, verlor gegen Mike Pierce und erwies sich als „One Hit Wonder“ in der UFC.

Kyle Kingsbury machte mit Ricardo Romero ebenfalls kurzen Prozess, via TKO in 21 Sekunden – der fünftschnellste Sieg, den ein Kämpfer in der größten MMA-Organisation der Welt im Jahr 2011 einfahren konnte.

Demetrious Johnson, ehemaliger Spitzenherausforderer auf den Bantamgewichtstitel und Teilnehmer im kommenden Turnier um den UFC Fliegengewichtstitel bei UFC on FX 2 in Australien, besiegte als WEC-Neuankömmling den Veteranen Norifumi Yamamoto.

Ringer Chad Mendes fügte dem in der UFC damals noch sieglosen Michihiro Omigawa durch einstimmige Punktrichterentscheidung eine weitere Niederlage zu.

Donald Cerrone lieferte den Kampf des Abends ab, bei dem er den Briten Paul Kelly in Runde zwei zur Aufgabe zwang. „The Cowboy“ startete seinen fünf Kämpfe andauernden UFC-Lauf im Jahr 2011 sehr emotional – Minuten vor dem Kampf erfuhr er vom Tod seines Großvaters, dazu verweigerte ihm Kelly in Runde eins auch noch das Berühren der Faustschützer.

Im ersten Hauptkampf des Pay-Per-Views fuhr Miguel Torres, der ehemalige WEC Champion im Bantamgewicht, eine einstimmige Punktrichterentscheidung über Antonio Banuelos ein und brachte World Extreme Cagefighting mit 4-0 in Führung.

Auch aus deutscher Sicht war UFC 126 von Interesse. Carlos Eduardo Rocha ging in seinem zweiten UFC-Kampf mit Weltergewicht-Topherausforderer Jake Ellenberger über die volle Distanz und erfreute das amerikanische Publikum mit seinem BJJ in Runde eins. Am Ende verlor der Hamburger jedoch via Split Decision, wobei ein Punktrichter den Kampf 30-27 für Rocha wertete.

Jon Jones besiegte den damals noch ungeschlagenen Ryan Bader (13-0) dominant mittels Aufgabe in der zweiten Runde. Kurz darauf teilte Joe Rogan dem Hoffnungsträger der Halbschwergewichtsklasse mit, dass Rashad Evans seinen Titelkampf gegen Mauricio „Shogun“ Rua bei UFC 128 wegen einer Knieverletzung absagen muss und Jones seinen Platz einnehmen darf.

Die beiden Publikumslieblinge Forrest Griffin und Rich Franklin standen sich im Co-Main-Event des Abends gegenüber. Griffin kehrte nach mehr als einem Jahr Pause mit einem einstimmigen Punktsieg über Franklin erfolgreich ins Octagon zurück. Franklin konnte Chuck Liddell zuvor bei UFC 115 in den Ruhestand schicken.

Im Hauptkampf des Abends traf die brasilianische Legende Vitor Belfort auf UFC Mittelgewichtschampion Anderson Silva. Die Spinne schickte „The Phenom“ nach gerade einmal 3:25 Minuten mit einem spektakulären Frontkick zum Kinn auf die Bretter. Nicht nur stellte Anderson Silva mit seiner achten Titelverteidigung in Folge einen neuen UFC-Rekord auf, es war außerdem der „KO of the Night“ und sein 13. UFC-Sieg in Folge.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. UFC 126: Silva vs. Belfort – 62.41%
2. Strikeforce: Overeem vs. Werdum – 12.06%
3. Bellator LVIII: Alvarez vs. Chandler – 9.22%
4. M-1 Global: Fedor vs. Monson – 7.80%
5. Fight For Japan: Genki Desu Ka Omisoka 2011 – 5.67%
6. Shooto: Tradition 2011 – 2.84%