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Georges St. Pierre könnte alle Rekorde brechen

Hängt Georges St. Pierre am Samstag die Handschuhe an den Nagel? (Foto: Florian Sädler/Groundandpound.de)

UFC-Champion Georges St. Pierre nennt den Rekord für die längste Titelherrschaft im Weltergewicht sein Eigen. Am Samstag trifft der 32-jährige Kanadier auf Pflichtherausforderer Johny Hendricks. Seinem Trainer zufolge könnte dies den letzten Auftritt des Titelträgers bedeuten.

St. Pierre ist seit 2007 unbesiegt in der weltweit größten MMA-Organisation und könnte mit einem Sieg am Samstag den 19. Erfolg im Octagon feiern. Damit würde der Kanadier nicht nur die Glanzleistung von Matt Hughes (18) überbieten, sondern auch gleichzeitig einen weiteren Rekord aufstellen. Mit den meisten Siegen in Titelkämpfen, 12 an der Zahl, würde er auch Anderson Silva überholen.

Doch damit nicht genug. Sollte St. Pierre länger als 39 Sekunden durchhalten, wäre er zudem Rekordhalter, was die Octagon-Zeit angeht. Niemand vor ihm stand länger im Käfig der UFC.

Das alles klingt zwar sensationell, wenn nicht St. Pierres Mentor Kristof Midoux den Fans des Weltergewichtschampions einen gehörigen Schock verpasst hätte. Vor wenigen Tagen sprach dieser vom Karriereende des Rekordmeisters.

„Ich habe ihm geraten nach diesem Kampf aufzuhören“, so Midoux. „Mach diesen Kerl fertig, vor allen Leuten. Wenn du ihn vorzeitig besiegst, ihn ausknockst, dann wirst du frei sein. Schnapp dir das Mikrofon und verkünde deinen Rücktritt.“

Dies meint Midoux in der Tat ernst. Er ist der Meinung, dass St. Pierre nicht den gleichen Fehler wie viele andere Athleten begehen sollte.

„Er muss an sich denken und nicht weitermachen bis er 35 Jahre alt ist, er soll eine Familie gründen. Leute wollen ihn bis 40 kämpfen sehen, doch mit 40 Jahren wird er abgehalftert sein, ohne Frau und ohne Kinder.“

Laut Midoux plant „Rush“, so St. Pierres Spitzname, ein eigenes MMA-Gym zu gründen und sollte dafür die Fackel weiterreichen.

„Rory (Macdonald) hat das Zeug dazu, ein großer Champion zu werden. Er würde aber nie gegen Georges kämpfen, weil sie Freunde sind. Aus Respekt sollte Georges die Fackel nun an die nächste Generation reichen, Rory helfen Champion zu werden, um der Welt zu zeigen, dass Kanadier diese Gewichtsklasse dominieren.“

UFC 167 beschreibt das 20-jährige Jubiläum der UFC und wird nicht nur als Pay-Per-View ausgestrahlt, sondern auch in ausgewählten Kinos. Zuschauer aus Deutschland können die Veranstaltung wie gewohnt live und kostenfrei auf www.UFC.tv schauen.