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Fedor spricht über Barnetts Ausfall

Heute fand in Russland eine Pressekonferenz mit Beteiligung von Fedor Emelianenko und seinem Manager Vadim Finkelchtein, dem Chef von M-1 Global, statt. Eigentlich wollten sie kräftig die Werbetrommel für Affliction: „Trilogy“ rühren, aber die jüngsten Vorfälle um seinen ursprünglichen Gegner Josh Barnett (siehe unsere Berichte hier und hier) überschatteten den Auftritt. Barnett wurde positiv auf Steroide getestet und bekam deswegen von der staatlichen Sportkommission Kaliforniens keine Lizenz erteilt. Noch immer ist man eifrig auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz.

„Ich bin wegen dieser Situation enttäuscht“, wird Fedor von M-1 Global zitiert. „Aber ich kämpfe gegen jeden, den Affliction mir vorsetzt. Ich weiß, dass viele Fans schon seit langem auf diesen Kampf warten und es tut mir Leid für sie. Ich kann daran nichts ändern, aber ich befinde mich in einer guten Verfassung. Mein Training verlief gut und wird auch weiter gut verlaufen.“

Finkelchtein sagte, es sei davon auszugehen, dass im Laufe des heutigen Tages Fedors neuer Gegner offiziell bekannt gegeben wird. Vitor Belfort, ein ehemaliger UFC Schwergewichtschampion, der mittlerweile im Mittelgewicht kämpft, habe dem Kampf schon mündlich zugestimmt.

„Uns persönlich gefällt die Vorstellung, Brett Rogers als Ersatzgegner zu verpflichten, da er Andrei Arlovski ausgeknockt hat“, erzählte Finkelchtein. „Aber wenn es mit Rogers irgendein Problem gibt, sieht es wohl ganz danach aus, als würde Belfort einspringen. Wir sind uns allerdings der Tatsache bewusst, dass die Fans Vitor Belfort laut einer aktuellen Sherdog-Umfrage nicht für einen angemessenen Ersatz halten.“

„Jeder will Fedor kämpfen sehen, nicht Barnett“, meinte Finkelchtein weiter. „Die Leute wollen Fedor kämpfen sehen. Belfort kann das Gewichtslimit für das Schwergewicht erreichen, aber die Fans wollen diesen Kampf nicht. Fedor will keinen leichten Kampf. Wenn es keine Probleme mit der Organisation geben würde, würden wir Fedor gerne gegen Brett Rogers kämpfen sehen. Die Fans wollen es und wir ebenfalls.“

Fedor macht es nichts aus, sich kurzfristig auf einen neuen Gegner einstellen zu müssen. „Die Hauptarbeit ist mittlerweile erledigt“, sagte das russische Schwergewicht. „Von nun an geht es nur noch um Genauigkeit, Präzision und die Ausführung. Ich habe mich auf keine spezielle Weise auf den Kampf gegen Josh Barnett vorbereitet. Es ist immer dasselbe: Striking und Bodenkampf. Allerdings ist es zweifelsohne besser, den Namen seines Gegners schon eine Weile im Voraus zu kennen.“

Wie bei Fedors Medienauftritten üblich, wurde zwangsläufig wieder die Frage nach einem möglichen Engagement bei der UFC gestellt. Affliction hat momentan die Rechte an Fedors Kämpfen in den Vereinigten Staaten, doch dieser Vertrag erlischt nach „Trilogy“. „Wir sind offen für alle Angebote“, sagte Finkelchtein. „Das Problem liegt bei der UFC, nicht bei uns. Wir sind bereit, gegen die UFC Champions zu kämpfen.“