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Fedor Emelianenkos Tochter auf Schulweg angegriffen

Russische Medien berichten, dass die Tochter eines berühmten Schwergewichts in der vergangenen Woche in Moskau auf offener Straße attackiert worden ist. Wie Bloodyelbow bestätigen konnte, handelt es sich dabei um die Tochter der MMA-Legende Fedor Emelianenko.

Die 16-Jährige soll am 9. Oktober auf dem Heimweg von der Schule angehalten und getreten worden sein. Sie musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden, wo mehrere Prellungen im Brust- und Bauchbereich diagnostiziert wurden.

Die Polizei ermittelt. Emelianenkos Tochter war bisher nicht gewillt, den oder die Angreifer zu identifizieren. „Möglicherweise wurde sie von den Angreifern eingeschüchtert“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Vorfall ereignete sich wenige Tage nachdem Fedor Emelianenko in seiner Funktion als Präsident der Russian MMA Union das Stattfinden von MMA-Kämpfen von unter 12-jährigen Kindern bei World Fighting Championships of Akhmat (WFCA), der Veranstaltungsreihe von Tschetscheniens Präsident Ramzan Kadyrow, verurteilte.

„Was bei der Veranstaltung in Grozny passiert ist, ist unzulässig und kann nicht gerechtfertigt werden“, sagte Emelianenko über die Kinderkämpfe, an denen drei Söhne von Ramzan Kadyrow beteiligt waren. Mit seinem Statement hat Emelianenko eine Untersuchung des russischen Sportministeriums sowie des russischen Beauftragten für Kinderrechte ins Rollen gebracht, die am 18. Oktober abgeschlossen sein sollen.

Dass die öffentliche Kritik Folgen haben könnte, hatten Fans der MMA-Legende bereits vergangene Woche vermutet. In einer Online-Petition, die mittlerweile über 97.000 Unterstützer fand, wird Russlands Präsident Wladimir Putin darum gebeten, Emelianenko zu unterstützen und zu schützen.

Nach der Veröffentlichung seines Statements in den sozialen Netzwerken wurde Emelianenko nämlich zum Teil heftig von Freunden und Anhängern des umstrittenen Tschetschenischen Präsidenten kritisiert und beleidigt. Viele Kommentare wurden später auf Bitten von Kadyrow gelöscht, der zur Toleranz aufrief und meinte, Fedor habe seinen Fehler vermutlich bereits selbst eingesehen.