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Fedor Emelianenko spricht über Niederlage

Foto via Strikeforce

Die gestrige Niederlage von Fedor Emelianenko war ein weiterer Beweis dafür, wieso dieser Sport so großartig ist. An einem bestimmten Abend kann jeder gegen jeden gewinnen oder verlieren. Jeder. Selbst das beste Schwergewicht aller Zeiten. Nach der Niederlage präsentierte sich Fedor genauso ruhig und gelassen wie während seiner Kämpfe oder wie nach seinen zahlreichen Siegen.

„Derjenige, der nie fällt, kann auch nie aufstehen“, sagte Fedor nach dem Kampf. „Ich wurde zu einem Idol. Aber jeder verliert irgendwann. Das kommt vor. Ich bin ein normaler Mensch, wie jeder andere auch. So Gott will, werde ich meinen nächsten Kampf gewinnen.“

„Es tut mir wirklich sehr leid“, erzählte Fedor weiter. „Es ist schade, dass ich die Menschen enttäuscht habe, die an mich glaubten und mir vertrauten. Aber alles, was im Leben passiert, hat seinen Grund. Wenn sich Gott für diesen Weg entschieden hat, bedeutet das, dass es zu diesem Zeitpunkt der beste Weg ist. Ich danke Gott für alles.“

Fedor schlug den Brasilianer Fabricio Werdum im Hauptkampf der gestrigen Strikeforce-Veranstaltung „Fedor vs. Werdum“ nach wenigen Sekunden nieder und wollte anschließend mit Ground and Pound das vorzeitige Ende herbeiführen, doch der BJJ-Weltmeister und zweifache ADCC Champion nahm Fedor in den Triangle Choke, griff sich seinen Arm und ließ nicht mehr los, bis der russische Ausnahmekämpfer aufgab.

„Zu Beginn der Runde traf ich Fabricio und wollte den Kampf dann so schnell wie möglich beenden“, sagte Fedor. „In diesem Moment beging ich einen Fehler. In dem Augenblick als ich hätte entkommen können, stoppte ich. Es gab mehrere Momente, in denen ich mich hätte befreien können, aber ich verließ mich zu sehr auf mich selbst und habe dafür bezahlt. Ich befreite mich nicht, was von Fabricio dazu genutzt wurde, um den Aufgabegriff zu vollenden.“

Obwohl es im Vorfeld der Veranstaltung Gerüchte um einen etwaigen Rücktritt vom Sport gegeben hatte, kündigte Fedor an, bald wieder für Strikeforce kämpfen zu wollen. „Gesundheitlich geht es mir sehr gut“, sagte der 33-Jährige. „Ich fühle mich sehr, sehr gut. Ich habe noch einen Kampf in meinem Vertrag ausstehen. Ich werde weitermachen.“

Der Schwergewichtstitelkampf gegen den Strikeforce Champion Alistair Overeem ist vorerst wohl nicht in Reichweite. Stattdessen würde Fedor gerne die Gelegenheit bekommen, sich für die einzige echte Niederlage seiner Karriere zu revanchieren. „Ich hätte gerne einen Rückkampf gegen Fabricio“, erzählte Fedor. „Wenn er dem zustimmt, würde ich es liebend gerne machen.“