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Evangelista Santos beendet MMA-Karriere

Evangelista Santos (Foto: Bellator MMA)

Evangelista „Cyborg“ Santos hört auf. Der Pride- und Strikeforce-Veteran wollte nach der Verheilung seines Schädelbruchs, den er im vergangenen Jahr in einem Kampf bei Bellator MAM erlitten hatte, eigentlich noch einmal angreifen, hängt die Handschuhe aufgrund von Sorgen um seine Gesundheit nun aber doch an den Nagel.

„Ich fühle mich wirklich gut, habe nach der Operation nie wirklich was gespürt, aber ich denke ich werde nicht wieder kämpfen“, sagte Santos gegenüber MMAFighting.com. „Ich will nicht den Rest meines Lebens mit irgendwelchen Folgeerscheinungen leben müssen und damit die Möglichkeit verlieren, mein Wissen weiterzugeben und für meine Familie da zu sein.“

Santos wurde in seinem letzten Kampf im Juli 2016 von Michael Page mit einem präzisen Knie an der Stirn getroffen. Dabei brach das Stirnbein des Brasilianers, wurde nach innen gedrückt. Mit einer aufwendigen Operation konnte die Ärzte das Gesicht des 39-Jährigen wieder richten. Bleibende Schäden trug er glücklicherweise nicht davon.

Nach der Operation kündigte Santos an, in einem halben Jahr sein Comeback feiern zu wollen. Nun, ein knappes halbes Jahr nach der Verletzung, hat er sich doch gegen eine Rückkehr entschieden.

„Mein Plan war es, dieses Jahr wieder zu kämpfen und noch zehn MMA-Kämpfe zu bestreiten“, so Santos. „Aber nicht immer läuft alles nach Plan. Ich denke aber, dass ich gegen einige der besten Kämpfer der Welt angetreten bin und jetzt werde ich dabei helfen, Champions zu formen.“

Santos hat in seiner Karriere seit 1997 knapp 50 Kämpfe bestritten und stand mit Kämpfern wie Nick Diaz, Gegard Mousasi und Melvin Manhoef im Käfig. In Zukunft will er sich auf die Leitung des Chute Boxe Gyms in Texas sowie die Leitung einer Muay-Thai-Organisation konzentrieren.

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