MMA Restliche Welt

Es hat sich ausgeraucht

Bei UFC London 2013 stand Matt Riddle vorerst zum letzten Mal im UFC Octagon. (Foto: Franz Schwerdtmann/Groundandpound)

Matthew Riddle hat es erneut getan. Dem Teilnehmer der 7. Staffel von "The Ultimate Fighter" konnte nach seinem Sieg gegen Che Mills bei UFC on Fuel TV 7 in London erneut der Konsum von Marihuana nachgewiesen werden. Da es sich um den zweiten positiven Drogentest in nicht einmal acht Monaten handelte, zog die UFC nun die Notbremse und setzte Riddle vor die Tür.

Im Gegensatz zu Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten gibt es in Großbritannien keine Sportkommission, die UFC-Veranstaltungen reguliert. Die UFC führte die Drogentests in London also auf eigene Faust durch.

Riddle besitzt im US-Bundesstaat Nevada eine Lizenz, um aufgrund seiner Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung legal Marihuana zu medizinischen Zwecken beziehen und konsumieren zu dürfen. Die Sportkommissionen machen bei ihren Drogentests trotz eines ärztlichen Attests jedoch keine Ausnahmen.

„Ich rauche, aber ich rauche nicht um high zu werden“, erklärte Riddle kürzlich in der Online-Talkshow MMA Hour. „Ich rauche, um endlich mal zur Ruhe zu kommen – damit ich mich einfach mal zurücklehnen und mir um nichts sorgen machen muss. Manche haben es vielleicht damals zum Vergnügen während der Hochschulzeit genommen, aber für mich als Profisportler ist es nur Medizin.“

Bereits im Juli 2012 fiel Riddle durch einen Drogentest. Sein Sieg gegen Chris Clements wurde daraufhin auf dem Papier in ein No Contest abgeändert.

Ob auch das Ergebnis des Kampfes gegen Che Mills nachträglich geändert wird, ist nicht bekannt. Mills wurde nach der Niederlage von der UFC entlassen. Mit etwas Glück könnte der Brite durch diesen Vorfall wieder seinen Weg in die UFC finden.