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Erick Silvas Disqualifikation bleibt bestehen

Kamerabeweis wird für internationale Shows eingeführt. (Foto: Zuffa)

Erick Silvas Disqualifikationsniederlage von UFC 142 wird bestehen bleiben. Dies verkündete die UFC in der Nacht zum Freitag. Referee Mario Yamasaki hatte den Brasilianer nach einem vermeintlichen TKO-Abbruch nachträglich wegen Hinterkopfschlägen disqualifiziert. Nun will man für internationale Veranstaltungen den Kamerabeweis einführen.

Die HSBC Arena in Rio de Janeiro kochte, als Referee Mario Yamasaki das brasilianische Jungtalent Erick Silva bei UFC 142 disqualifizierte. Zuvor hatte Silva den Veteran Carlo Prater mit einem Kniestoß schon nach wenigen Sekunden zu Boden geschickt und dort mit Ground and Pound finalisiert.

Da einige von Silvas Schlägen jedoch den Hinterkopf seines Gegners getroffen hatten, wertete Yamasaki den Kampf nicht als TKO für Silva, sondern disqualifizierte den 27-jährigen Team Nogueira-Spross. In der Zeitlupe sah man nach dem Kampf, dass in der Tat vereinzelte Treffer auf dem Hinterkopf Praters landeten.

Silva war geschockt und legte Einspruch ein. Aufgrund des Fehlens einer regulierenden Sportbehörde in Brasilien, erfolgte dieser Einspruch direkt bei den Offiziellen der UFC. Und die Entschieden nun für ihren Referee Yamasaki, Erick Silvas Niederlage wird bestehen bleiben.

„Aufgrund der verbalen Verwarnungen des Referees und dem Eindruck, dass es sich bei den Treffern um absichtliche Schläge handelte, die einfach eine Disqualifikation erfordern, kann dieses Urteil nicht nachträglich geändert werden“, erläuterte der UFC-Offizielle Marc Ratner. „Daher bleibt die Entscheidung bestehen.“

„Obendrein hat sich Zuffa dazu entschieden, ab sofort den Kamerabeweis für internationale Events, die ohne Sportaufsicht auskommen müssen, einzuführen, um alle Sportbehörden zu animieren, die Effektivität und Realisierbarkeit dieser Methode für den MMA-Sport zu berücksichtigen. Im Silva-Kampf hätte der Videobeweis zwar zu keinem anderen Urteil geführt, aber wir glauben, dass er künftig für die Referees und den Sport im Allgemeinen von großem Wert sein könnte.“

Erick Silva war vor der Disqualifikation in zehn Kämpfen ungeschlagen. Er erhielt nach der umstrittenen Entschiedung Yamasakis trotz Niederlage seine Siegprämie. Eine Entscheidung der UFC zu seinen Ungunsten darf daher als Überraschung gewertet werden.