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"Er wird die Halle nicht selbstständig verlassen können"

Anderson Silva (Foto: Heavy.com)

In nicht einmal mehr zwei Wochen werden sich Anderson Silva und Chael Sonnen bei UFC 148 im wohl größten Rückkampf der jüngeren UFC-Geschichte erneut gegenüberstehen. Während in der Vergangenheit vor allem Sonnen die Redearbeit leistete, meldete sich nun auch der UFC Mittelgewichtschampion zu Wort.

„Er wird die Prügel seines Lebens bekommen“, so Silva gestern in einer Telefonkonferenz mit Pressevertretern. „Der Spaß ist vorbei. Ich weiß, dass er hier gerade zuhört. Ich werde ihn aus der UFC befördern. Er wird nie wieder kämpfen wollen, wenn ich mit ihm fertig bin.“

Im August 2010 trafen beide Athleten erstmals aufeinander. Sonnen lieferte Silva dabei gegen alle Erwartungen seinen bislang härtesten Kampf, musste jedoch knapp zwei Minuten vor dem Ende der letzten Runde im Triangle Choke abklopfen.

Ein direkter Rückkampf war sofort im Gespräch. Da Sonnen jedoch aufgrund von erhöhten Testosteronwerten suspendiert wurde, musste der Kampf verschoben werden. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich Silva deswegen weniger begeistert von einem erneuten Kampf gegen den begnadeten Ringer.

„Chael ist ein Verbrecher“, so Silva gereizt. „Er wurde wegen Verbrechen angeklagt. Er hat es nicht verdient, im Octagon zu kämpfen. Wenn aber der richtige Zeitpunkt kommt, dann werde ich ihm jeden einzelnen Zahn ausschlagen.“

Bislang sorgte Sonnen mit seinem Trash-Talk stets für Lacher unter den MMA-Fans. Auch wenn seine Kommentare dabei häufig unter die Gürtellinie gingen, blieb Silva den Medien gegenüber verhältnismäßig ruhig. Das Fass scheint jedoch nur wenige Tage vor dem Kampf endgültig übergelaufen zu sein.

„Was ich im Octagon machen werde, wird das Image des Sports verändern“, kündigte Silva an. „Ich werde ihm alle Gliedmaßen brechen. Er wird die Arena nicht selbstständig verlassen können. Das kann ich garantieren.“

Solche Worte ist man vom Kämpfer mit der längsten Titelregentschaft der UFC-Geschichte eigentlich nicht gewohnt. Sprüche gegen Silvas Familie, Silvas Teamkollegen und gegen das Land Brasilien haben sich jedoch in den letzten beiden Jahren angestaut.

„Er wird für seine Worte bezahlen“, so der 37 Jahre alte Brasilianer.  „Die Sprüche gegen mich und unser Land soll er bereuen. Ich werde dafür sorgen, dass er sich nie wieder irgendeinem Kämpfer gegenüber respektlos äußert.“

Am 07. Juli hat das Reden ein Ende, denn dann werden beide Athleten zum zweiten Mal aufeinandertreffen. Der einst für UFC 147 in Brasilien vorgesehene Kampf musste wegen organisatorischen Problemen nach hinten verschoben werden. Auch wenn Silva somit auf den Heimvorteil verzichten muss, steht der Sieger für ihn bereits fest.

„Er hat den letzten Kampf verloren und er wird auch diesen Kampf verlieren“, so Silva zuversichtlich. „Es wird nur einen Unterschied geben: Diesmal wird er nach dem Kampf einen plastischen Chirurgen benötigen.“