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Einmaliges Strikeforce-Comeback für Fedor im Gespräch

Laut Scott Coker „interessant“: Fedor Emelianenko. (Foto: Strikeforce)

Dass die Schwergewichtsklasse der Strikeforce-Organisation ein Verfallsdatum besitzt, das in Kürze ablaufen wird, ist bekannt. Sobald im Finale des Schwergewichtsturniers der große Grand Prix-Sieger bestimmt wurde, wird dieser noch einen weiteren Kampf in der Promotion bestreiten, bevor die Gewichtsklasse vollends aus dem Programm gestrichen wird. Doch gegen wen wird der Turniersieger kämpfen? Der Name Fedor Emelianenko steht nun im Raum.

„Showtime und Strikeforce haben eine Menge Mittel in diesen Grand Prix gesteckt“, so Strikeforce-CEO Scott Coker auf der Abschlusspressekonferenz zum Event am vergangenen Samstag. „Also dachten wir uns, wir warten das Finale ab, und veranstalten noch einen weiteren Kampf, der dann als eine Art Schlussstrich fungieren soll. Dann können die Kämpfer zur UFC wechseln und dort ein paar gute Fights abliefern“

Sobald die gebrochene Hand von Ersatzmann und Turnierüberraschung Daniel Cormier verheilt ist, wird man den Grand Prix-Sieger im großen Turnierfinale krönen können. Er oder Favorit Josh Barnett werden anschließend den finalen Schwergewichtskampf in Strikeforce bestreiten und der einst bestbesetzten Gewichtsklasse der Organisation damit einen würdigen Abschied bereiten.

Die Frage ist, gegen wen der Turniersieger dann kämpfen wird. Mögliche Gegner, wie Fabricio Werdum, Chad Griggs, Shawn Jordan oder Lavar Johnson, sind bereits für UFC-Kämpfe gebucht. Ebenso wie Alistair Overeem, der nach seinem Sieg über Brock Lesnar nun vor einem Titelkampf gegen Champion Junior dos Santos steht.

Ein Name, dessen Abschied von Strikeforce bereits als beschlossene Sache galt, wird nun plötzlich wieder in den Topf geworfen: Fedor Emelianenko.

Coker selbst wies die Möglichkeit nicht von der Hand: „Das ist natürlich interessant. Ich kenne Fedors derzeitige Pläne nicht. Ich habe noch mit niemandem von M-1 gesprochen. Steve Bash (M-1-Führungskraft) saß heute Nacht im Publikum, unterhalten haben wir uns aber noch nicht.“

Emelianenko bestritt zwischen November 2009 und Juli 2011 vier Kämpfe in der kalifornischen MMA-Organisation und konnte davon nur einen einzigen für sich entscheiden. Das Kapitel "Fedor bei Strikeforce" galt daher spätestens seit seiner Niederlage gegen Dan Henderson im Juli als endgültig abgehakt. Eine diesbezüglich recht offene Antwort Cokers kommt daher sehr überraschend.

Nachdem Verhandlungen von Fedors Management M-1 Global und der UFC 2009 gescheitert waren, äußerte der Russe zuletzt erneut Interesse, für den weltgrößten MMA-Veranstalter anzutreten. Die Beziehungen zwischen M-1 Global und UFC- sowie Strikeforce-Mutter Zuffa gelten allerdings als gespannt. Die Gegnerwahl Emelianenkos seit dessen Strikeforce-Abschied wurde zudem häufig kritisiert.

Ein Sieg über den Grand Prix-Sieger würde dem einst besten Schwergewicht der Welt wieder deutlich mehr Prestige verleihen. Ein Kampf gegen Josh Barnett gilt zudem seit Jahren als Wunschkampf bei Fans, konnte bislang jedoch nie realisiert werden.