MMA Restliche Welt

Eine lange Vorgeschichte

Eine Fehde die lange zurückreicht: Rampage vs. Rashad.

Nach ganzen elf Monaten der Hasstiraden wird es am 29. Mai zwischen  Quinton Jackson (30-7) und Rashad Evans (14-1-1) zum heiß erwarteten Showdown kommen. Um noch einmal so richtig Öl ins Feuer gießen zu können, äußerte sich Rampage gegenüber den Kollegen von Fighters Only bereits mehrere Male etwas abfällig über seinen zukünftigen Kontrahenten. So betitelte er ihn unter anderem als einen unwürdigen Gegner, der nur die Stelle als TUF-Coaches bekommen habe, da der damals amtierende UFC Halbschwergewichtchampion Lyoto Machida über schlechte Englischkenntnisse verfügte und deshalb als Trainer der beliebten TV-Show nicht in Frage kam.

In einem neuen Interview verkündeten sowohl Rampage, als auch Evans den Kollegen von mmajunkie.com, dass es aber bereits eine längere Vorgeschichte zwischen den beiden Streithähnen gibt, die zum Teil bis ins Jahr 2004 zurückreicht.

Im Juni des Jahres 2004 coachte der damals gerade einmal 26 jährige Pride-Star Jackson die Ringecke seines früheren Teamkollegen Hector Ramirez im Kampf gegen Rashad Evans, bei Gladiator Challenge 27. Dieser verletzte sich bereits in den ersten Minuten des Kampfes an seinem Knöchel und stellte in der zweiten Runde ein nicht mehr wirklich ernstzunehmender Gegner für den damals 24-jährigen Evans dar. Statt den Kampf vorzeitig zu beenden, entschied der sich nach Aussage von Rampage aber dazu, seinen Gegner mit Showboating zu verhöhnen. Auch nach dem Kampf habe sich Evans mit abfälligen Jubelgesten, wie das Reiben der Brustwarzen und kreisenden Hüftbewegungen in Richtung Ramirez, bei Jackson nicht eben beliebt gemacht. Aber ein entscheidender Punkt laut Rampage das Verhalten ihm selbst gegenüber nach besagtem Kampf gewesen:

„Nach dem Kampf kam Rashad zu mir und sagte, dass er mit mir trainieren wolle. Dies fand ich wirklich sehr respektlos mir so etwas zu sagen, nachdem er meinen Teamkollegen so vorgeführt hatte. Ich entgegnete ihm nur, dass ich nicht mit ihm trainieren wolle, weil er sich  meinem Teamkollegen gegenüber so respektlos verhalten habe. Ich habe ehrlich gesagt in all den Jahren überhaupt nichts von ihm gehalten. Ich mochte schon immer seine Art und Weise zu kämpfen nicht. Für mich war jedoch noch alles halbwegs in Ordnung, bis nach dem Kampf gegen Jardine. Ich schlug seinen Teamkollegen und er führte sich auf, als ob er der Chef im Ring ist, nur weil er Liddell und diesen anderen Kerl mit einem Kopftritt ausgenockt hatte! Was denkt er sich überhaupt!“

Rashad sieht dies allerdings ganz anders und führt seine Antipathie gegenüber Jackson auf eine andere Situation zurück:

„Er war einer meiner Lieblingskämpfer. Ich war ein sehr großer Fan von Rampage und fieberte in all seinen kämpfen richtig mit. Als er gegen Wanderlei verlor, regelrecht vernichtet wurde, war ich wirklich darüber betroffen, aber er war immer noch mein Mann! Dann sah ich mir später einige Pay-Per-Views von meinen Kämpfen an und hörte, wie er sich als Co-Kommentator über meine Person lustig machte und schlecht über mich und mein Kampfstil sprach. Von da an mochte ich Rampage nicht mehr und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben."

Ob die Beiden ihr Kriegsbeil nach dem Kampf begraben werden, bleibt fraglich. Jedoch wird uns hoffentlich ein interessanter Kampf geboten werden, denn Rampage zeigte den MMA Fans bereits schon in seiner Trilogie gegen Wanderlei Silva, dass er zur Höchstform auflaufen kann, wenn er seinen Gegner hasst, und somit ein Garant für einen unterhaltsamen Abend ist.