MMA Restliche Welt

DREAM ist Geschichte

Das Poster vom 16. DREAM Event an dem viele japanische Stars beteiligt waren.

Das Schiff, das mit PRIDE FC glorreiche Zeiten feiern durfte, geht nun mit DREAM unter. Die japanische Organisation schließt aufgrund von finanziellen Problemen ihre Tore.

Nachdem die UFC ihren ärgsten Konkurrenten PRIDE FC 2007 aufkaufen und damit sprichwörtlich einstampfen konnte, versuchten sich die Macher der japanischen Organisation an einem neuen Projekt namens DREAM. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde hier an einem neuen Traum gearbeitet, doch dieser ist nun endgültig ausgeträumt. Der geplante Juli-Event wurde abgesagt, während inzwischen mehrere vertrauliche Quellen in Japan sowie den USA den Ruin des „Real Entertainment“, der Firma hinter DREAM, bestätigen.

In den letzten Jahren hatte DREAM mit fallenden Besucherzahlen und schlechten Einschaltquoten zu kämpfen. Ebenfalls sprangen Sponsoren ab, während die Jahresendshow als einzige Hoffnung am Horizont galt, als das letzte große Aufbäumen. Die DREAM/Dynamite Events fanden in den letzten Jahres stets an Neujahr statt und sorgten neben imposanten Kämpfen für gute Einschaltquoten, die das Überleben der Firma ermöglichten.

Um dies auch in diesem Jahr bewerkstelligen zu können war DREAM auf die renommierte Saitama Super Arena angewiesen, doch diese wollte nur einwilligen, wenn DREAM zwei Veranstaltungen dort abhalten würde. Juli und Neujahr standen auf der Wunschliste, doch da DREAM nicht im Stande dazu war, den Event im kommenden Monat abzuhalten war auch dieser Deal geplatzt. Ohne die Saitama Super Arena sah die japanische Organisation scheinbar keinen Ausweg und auch keine Ausweichmöglichkeit mehr, was den Standort für die Jahresendshow betraf, und beging sprichwörtlich Harakiri.

Wie die Zukunft für japanische MMA-Talente aussieht mag zwar niemand vorhersagen, doch sieht diese derzeit sehr mau aus. Neben One FC, der Organisation aus Singapur, die langsam ihre Flügel in ganz Asien ausbreitet, besteht derzeit wenig Hoffnung, als Athlet qualifizierte Einsätze zu bekommen. Jedenfalls nicht auf einem hohen Niveau, was den Weg nach Nordamerika, zur UFC, Strikeforce oder Bellator unumgänglich macht. Tragisch, aber wahr: Für DREAM hat es sich ausgeträumt.