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Dominick Cruz verteidigt seinen Titel

Demetrious Johnson musste sich im Titelkampf geschlagen geben. (Foto via Zuffa LLC)

Viere Jahre lang mussten die amerikanischen UFC-Fans auf einen Titelkampf im Free-TV warten. Am gestrigen Samstag hatten die Zuschauer die Möglichkeit, mit Dominick Cruz den besten Kämpfer der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm bei der Verteidigung seines Titels zuzuschauen. Außerdem kam es zum Aufeinandertreffen des größten und des kleinsten Schwergewichts der UFC. Wir blicken für euch auf das Hauptprogramm von UFC on Versus 6 zurück.

UFC-Bantamgewichtschampion Dominick Cruz hat im Hauptkampf der Veranstaltung wieder einmal gezeigt, warum sein Spitzname „Dominator“ lautet. Sein Gegner Demetrious Johnson legte von Beginn an ein beachtliches Tempo vor, doch Cruz konnte mit überlegener Technik und seinem ebenfalls schnellen Kampfstil dagegenhalten. Beide landeten in den ersten beiden Runden gute Treffer sowie einige Takedowns. In der dritten Runde eröffnete sich für Cruz die große Chance, den Kampf vorzeitig zu beenden. Nach einem Suplex erarbeitete sich der Titelträger den Rücken seines Gegners und setzte einen Rear-Naked Choke an, aus dem sich Johnson jedoch zweimal herausdrehen konnte. Die letzten beiden Runden sicherte sich Cruz durch eine Reihe von Takedowns. Ein energischer Angriff seitens Demetrious Johnson zu Beginn der letzten Runde konnte nichts mehr am Ergebnis ändern, denn am Ende erklärten die Punktrichter Dominick Cruz mit 50-45, 49-46 und 50-45 zum Sieger.

Spektakulär wurde es im Co-Hauptkampf des Abends. Der 2,11 Meter große Stefan Struve traf im Kampf mit dem größten Größenunterschied zweier Kämpfer in der Geschichte der UFC auf den 31 Zentimeter kleineren Pat Barry. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde, in der sich beide Kämpfer mit Lowkicks und leichten Schlägen abtasteten, ging es in der zweiten Runde zur Sache. Struve konnte Barry in einem D'Arce Choke auf den Boden befördern und ging in einen Triangle Choke über. Kurzerhand hievte Barry seinen rund 120kg schweren Gegner nach oben und hämmerte ihn im Stile von Quinton „Rampage“ Jackson auf die Matte. Doch Stefan Struve blieb hartnäckig und zog den Triangle Choke weiter durch, sodass Pat Barry keine andere Wahl mehr blieb, als abzuklopfen. 

Kurzen Prozess machte Anthony Johnson mit Charlie Brenneman. Johnson wehrte einen frühen Takedown-Versuch seines Gegners ab und bearbeitete ihn sofort mit Schlägen. Brenneman kam wieder auf die Beine, musste jedoch weitere Schläge einstecken. Ein linker High Kick beförderte Brenneman auf den Boden und brachte den Ringrichter dazu, den Kampf abzuberchen. Vielleicht etwas verfrüht, denn Charlie Brenneman war weder KO noch wirkte er nach dem Kick aufgrund seiner sofortigen Abwehrhaltung kampfunfähig. Anthony Johnson verteidigte im Interview nach dem Kampf die Entscheidung des Ringrichters. „Ich habe ihn mit einem Headkick getroffen und auf die Matte geschickt. Er sah für mich fertig aus.“, so Johnson. „Aber hätte der Kick nicht zum Kampfende geführt, hätten es die Schläge, die nach dem Kick gefolgt wären, getan.“

Im lang erwarteten Rückkampf zwischen Mac Danzig und Matt Wiman konnte nach einer kontroversen Ringrichterentscheidung vor über einem Jahr bei UFC 115 endlich ein eindeutiges Ergebnis ermittelt werden. Beide schenkten sich im gestrigen Kampf nichts. Matt Wiman sicherte sich zum Beginn aller drei Runden die Ringmitte und lieferte sich mit seinem Gegner einen Schlagabtausch. Wiman war am Ende auch derjenige, der sich durch effektivere Treffer den Sieg durch einstimmige Punktrichterentscheidung holte.


UFC on Versus 6
1. Oktober 2011
Verizon Center in Washington D.C.

UFC-Bantamgewichtstitelkampf
Dominick Cruz bes. Demetrious Johnson nach Punkten (einstimmig)

Stefan Struve bes. Pat Barry via Triangle Choke nach 3:22 in Rd. 2
Anthony Johnson bes. Charlie Brenneman via TKO nach 2:49 in Rd. 1
Matt Wiman bes. Mac Danzig nach Punkten (einstimmig)

Vorprogramm
Yves Edwards bes. Rafaello Oliveira via TKO nach 2:44 in Rd. 2
Paul Sass bes. Michael Johnson via Heel Hook nach 3:00 in Rd. 1
Mike Easton bes. Byron Bloodworth via TKO nach 4:52 in Rd. 2
T.J. Grant bes. Shane Roller via Armbar nach 2:12 in Rd. 3
Josh Neer bes. Keith Wisniewski via TKO nach 5:00 in Rd. 2
Walel Watson bes. Joseph Sandoval via TKO nach 1:17 in Rd. 1