MMA Restliche Welt

Die „Rocky Story“ der UFC

Brenneman kann sein Glück nicht fassen. (Foto via examiner.com)

Wer glaubte es gibt sie nicht mehr, die aus dem Fernsehen bekannte „Rocky Story“, hat falsch gedacht, denn die Zuschauer von UFC on Versus 4 wurden Teil einer Sensation.

Der bis dato recht unbekannte UFC Kämpfer Charlie Brenneman sollte am vergangenen Sonntag in seiner Heimatstadt Pennsylvania, als Teil der Vorkämpfe gegen TJ Grant antreten, doch einige Tage vor der Veranstaltung sprang sein Gegner aufgrund einer Krankheit ab. Die Enttäuschung war groß, doch dann bot sich, knapp 24 Stunden vor dem Event die Chance seines Lebens: Nate Marquardt konnte nicht mehr im Co-Main Event des Abends antreten. Die UFC wandte sich an Brenneman, der sofort zusagte und diese Chance ergriff. Vom Tellerwäscher zum Millionär zum Greifen nahe, denn die Veranstaltung wurde auf dem amerikanischen TV-Sender „Versus“ übertragen und von unzähligen Zuschauern beobachtet, doch zuvor musste Brenneman mit seinem neuen Gegner Rick Story fertig werden. Story, der seit sechs Duellen ungeschlagen war, ging als haushoher Favorit in die Begegnung und verlor überraschend, gegen den Lokalmatadoren.

Brenneman besiegte einen der besten Kämpfer seiner Gewichtsklasse und katapultiert sich damit ins oberste Drittel seiner Division. „Ich liebe solche Kerle“, sagte UFC Präsident Dana White. „Man muss sich das erst mal vorstellen, man weiß man muss nicht mehr kämpfen, ist nicht mehr vorbereitet und dann kommt einen Tag vor dem Event der Anruf gegen jemanden in den Käfig zu steigen, der zur Elite gehört. Ohne Angst und Zweifel sagte Brenneman OK! Das sind Geschichten die die UFC schreibt, die findet man in anderen Sportarten derzeit nicht. Noch dazu kommt die UFC das erste Mal nach Pittsburgh und dann wird ein Ortsansässiger zum Held über Nacht. Wahnsinn!“

Der frühere Ringer machte das, was er am besten kann, seinen Gegner auf die Matte bringen, kontrollieren und dominieren. „Brenneman machte den Kampf seines Lebens. Eine wirkliche Rocky Story. Das hätte Hollywood nicht besser schreiben können“, führte White weiter aus. „Er ist in seiner Heimatstadt und kämpft gegen den Typen der kurz vor dem Titelkampf steht. Er bringt die Leistung seines Lebens und gewinnt. Das ist das Schöne an MMA, du kannst dir nie sicher sein wer gewinnt.“

"Die ganze Woche war wie eine Berg- und Talfahrt für mich“, sagte Brenneman, der den Spitznamen „The Spaniard“ trägt. „Zuerst war ich glücklich in meiner Heimatstadt antreten zu dürfen, auch wenn es nur die Vorkämpfe waren, dann fiel alles flach und zu guter Letzt durfte ich im Co-Main Event stehen. Unglaublich...und dann hab ich auch noch gewonnen! Der Sieg war ein unbeschreibliches Gefühl, wahrscheinlich das Beste in meiner bisherigen Karriere.“ (Anmerkung der Redaktion) Den Spitznamen "Spaniard" bekam Brenneman aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit, da er war drei Jahre lang Spanisch-Lehrer an der Lock Haven University in Pennsylvania war.

„Mit der gesamten Leistung, der „Rocky Story“ und dem KO-Highlight im Hauptkampf denke ich, dass es eines der besten UFC Kampfprogramme aller Zeiten war“, sagte Dana White.