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Der Spion ist enttarnt

Rampage zeigt auf den Spion.

Und es gab doch einen Informanten! Wochenlang bezichtigte Quinton „Rampage“ Jackson den UFC Halbschwergewichtschampion Jon Jones, in seinem Trainingslager hinterrücks einen Spion platziert zu haben.  Jones stritt diese Vorwürfe vehement ab. Es war lange unklar, ob es sich bei dieser Angelegenheit nur um die typischen Psychospielchen vor einem wichtigen Kampf handelt oder ob tatsächlich etwas dran ist. Seit heute wissen wir: Es gab in der Tat einen „Spion“ – und er arbeitete für Rampages Sponsor.

Bei der jüngsten Ausgabe von ESPN SportsCenter erzählte der Titelherausforderer, dass ein gewisser „Leonard“, der im Büro seines Sponsors MusclePharm arbeitete, der „Spion“ gewesen sein. Der Eigentümer von MusclePharm habe ihn entlarvt und anschließend gefeuert. Laut Rampage sei dieser „Leonard“ ein sehr guter Freund von Jones‘ Manager Malki Kawa.

Der Hintergrund der ganzen Geschichte: Auf den Halbschwergewichtstitelkampf bei UFC 135 bereitete sich Rampage wochenlang in Denver, Colorado in der nagelneuen Hightech-Trainingshalle von MusclePharm vor. Nachdem es zu einigen Vorfällen kam, die ihm merkwürdig erschienen, täuschte er eine Verletzung vor. Kurz darauf rief Kawa den Matchmaker der UFC, Joe Silva, an und erkundigte sich, ob der Kampf aufgrund dieser Verletzung abgesagt werden würde. Silva wusste von nichts und fragte im Trainingslager von Rampage nach, woraufhin er und sein Team Gewissheit hatten, dass es irgendjemanden bei ihnen gab, der diese Falschinformation weiterverbreitet hatte. Der „Spion“ war zwar kein Teammitglied, aber doch jemand mit Zugang zu Jackson.

Wie sich nun herausstellte, kündigte am 16. September ein Leonard K. Armenta seinen Job bei der MusclePharm Corporation – er war der Vizepräsident des Unternehmens. Und wenn man eins und eins zusammenzählen kann, war er wohl auch der geheime Informant.

Angesichts dieser Entwicklungen sollte nun klar sein, dass Jones nicht vorsätzlich einen Spion in Rampages Team platziert hat. Es kann aber auch nicht abgestritten werden, dass sein Manager sehr gute Kontakte hatte...