MMA Restliche Welt

Der GnP-Jahresrückblick 2012: MMA in Amerika

Cristiane "Cyborg" Santos wurde für ein Jahr gesperrt. (Foto: Strikeforce)

Das Jahr 2012 wird wohl als das Jahr der Verletzungen in die Kampfsportgeschichte eingehen. Noch nie zuvor mussten so viele wichtige Kämpfe abgesagt werden. 2012 war aber auch das Jahr der Debüts und der Comebacks. Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks blicken wir auf die Geschehnisse der Monate Januar bis März zurück.

Januar

Zwei prominente Dopingfälle überschatteten das sportliche Geschehen im Januar 2012. Der Brasilianerin Cristiane „Cyborg“ Santos, die als Gewichtsklassen übergreifend beste Kämpferin der Welt galt, wurde die Einnahme leistungssteigernder Substanzen nachgewiesen. Bei der Substanz handelte es sich um das anabole Steroid Stanozolol. Wegen ihres Vergehens wurde Santos für ein Jahr suspendiert.

Der ehemalige Strikeforce Halbschwergewichtschampion Muhammed „King Mo“ Lawal wurde positiv auf die Einnahme von Drostanolon getestet, ebenfalls ein Steroid. Auch er wurde für ein Jahr suspendiert.

Die UFC begann ihr Wettkampfjahr 2012 am 14. Januar mit UFC 142 in Brasilien. Der Federgewichtschampion Jose Aldo verteidigte seinen Titel mit einem schnellen Knock-out gegen Chad Mendes. Edson Barboza gelang mit einem spektakulären Tritt gegen Terry Etim vermutlich der „Knock-out des Jahres“.

Kurz und knapp:
Der ehemalige UFC-Kämpfer Hermes Franca wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Strikeforce Mittelgewichtschampion Luke Rockhold verteidigte seinen Titel gegen Keith Jardine.

Die UFC entließ Anthony Johnson, nachdem er beim offiziellen Wiegen für UFC 142 ganze fünf Kilogramm zu schwer war.

Am 20 Januar wurde die UFC erstmals auf FX ausgestrahlt, einem Sender, der zum großen FOX-Netzwerk gehört.

Februar

Nick Diaz (Foto: GroundandPound)

Am 4. Februar ging es bei UFC 143 um den Interimstitel im Weltergewicht. Carlos Condit besiegte Nick Diaz einstimmig nach Punkten. Allerdings herrschte große Unzufriedenheit mit dem Urteil der Punktrichter, weswegen ein direkter Rückkampf angesetzt wurde.

Dieser musste jedoch kurze Zeit später wieder abgesagt werden, da Diaz beim Dopingtest der Konsum von Marihuana nachgewiesen und er daraufhin für ein Jahr gesperrt wurde.

Mit UFC 144 kehrte die UFC erstmals nach zwölf Jahren nach Japan zurück. Bei der ausverkauften Veranstaltung nahm Benson Henderson dem Leichtgewichtschampion Frankie Edgar seinen Titel ab. Außerdem stiegen viele japanische Stars ins Octagon, darunter Yoshihiro Akiyama, Takanori Gomi und Hatsu Hioki.

Kurz und knapp:
Am 15. Februar wurde die UFC erstmals auf Fuel TV ausgestrahlt, einem Sender, der zum großen FOX-Netzwerk gehört.

Die amerikanische Kartellbehörde FTC stellte ein Vermittlungsverfahren gegen Zuffa, LLC wegen des Verdachts auf ein Monopol wieder ein.

Johnson vs. McCall bei UFC on FX 2 (Foto: Zuffa LLC)

März

Im März veranstaltete die UFC erstmals Kämpfe in der Fliegengewichtsklasse bis 57 Kilogramm. In einem 4-Mann-Turnier sollte der erste Champion ermittelt werden. Bei UFC on FX 2 kam es jedoch zu einer Kontroverse im Duell zwischen Demetrious Johnson und Ian McCall.

Der Rechenfehler eines Punktrichters sorgte dafür, dass das Ergebnis zunächst „mehrheitlicher Punktsieg“ für Johnson lautete. Tatsächlich war es jedoch ein „mehrheitliches Unentschieden“. Dieses hätte eine vierte Zusatzrunde erfordert, die Johnson und McCall während der Veranstaltung nicht mehr vergönnt war.

Kurz und knapp:
Ronda Rousey krönte sich am 3. März mit einem Armhebelsieg über Miesha Tate zur neuen Bantamgewichtstitelträgerin von Strikeforce.

Pat Curran schlug Joe Warren am 9. März bei Bellator 60 K.o., um neuer Federgewichtschampion zu werden.

Muhammed „King Mo“ Lawal wurde von Zuffa, LLC entlassen.