MMA Restliche Welt

Der GnP-Jahresrückblick 2011: MMA in Amerika

Dana White verkündet "UFC on Fox". (Foto: theprovince.com)

Ein turbulentes und zugleich wichtiges Jahr für den MMA-Sport ist Geschichte. Aufstiege und Abstiege von Kämpfern, Skandale, Vertragsunterzeichnungen und zu guter Letzt die teils großartigen Kämpfe sorgten im MMA-Amerika für Gesprächsstoff. Im dritten Teil unseres Jahresrückblicks schauen wir auf die Geschehnisse der Monate Juli bis September zurück.

Juli

Der Juli war der Monat, in dem die „alte Garde“ groß aufgetrumpft hat. Als Tito Ortiz bei UFC 132 ins Octagon stieg, war sein letzter Sieg fast fünf Jahre her. Eine Niederlage gegen den „Ultimate Fighter 8“-Gewinner Ryan Bader hätte das Ende der Karriere des früheren UFC Halbschwergewichtschampions bedeutet. Dieses wendete Ortiz jedoch vorläufig ab, indem er Bader innerhalb von zwei Minuten niederschlug und mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe zwang. Eine der größten Überraschungen dieses Jahres.

Nicht auf dem absteigenden, sondern auf dem aufsteigenden Ast befand sich der Strikeforce Halbschwergewichtschampion Dan Henderson, als er Ende des Monats bei einer Strikeforce-Veranstaltung gegen Fedor Emelianenko antrat – in der Schwergewichtsklasse. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es Henderson, die russische Legende auf dem Boden KO zu schlagen. Es war Emelianenkos dritte Niederlage in Folge und sein letzter Kampf für Strikeforce.

Kurz und knapp:
Dominick Cruz verteidigte seinen UFC Bantamgewichtstitel erfolgreich gegen Urijah Faber.

Der Mannheimer Dennis Siver besiegte Matt Wiman bei UFC 132 einstimmig nach Punkten.

Die UFC bestätigte ihre Rückkehr nach Japan offiziell für den 26. Februar 2012.

ProElite nahm Andrei Arlovski unter Vertrag.

Der Frankfurter Daniel Weichel holte sich bei der M-1 Challenge 26 einen einstimmigen Punktsieg gegen den US-Amerikaner Beau Baker.

Alistair Overeem fühlte sich von Zuffa schlecht behandelt und schied daraufhin aus dem Strikeforce World Grand Prix aus.

Foto: Zuffa LLC
August

Wirtschaftlich gesehen war der August wohl der wichtigste Monat des Jahres für die UFC. Mit dem nordamerikanischen TV-Giganten Fox, dem größten Fernsehnetzwerk des Landes, unterzeichnete sie einen exklusiven TV-Vertrag über sieben Jahre. Dieser sieht vier Live-Veranstaltungen auf FOX, vier bis sechs Live-Veranstaltungen auf FX sowie The Ultimate Fighter im neuen Format auf FX vor. Ein bahnbrechender Deal für die UFC.

Mit UFC 134 kehrte die UFC erstmals seit zwölf Jahren nach Brasilien zurück, der Heimat des Vale Tudo und des BJJ. Anderson Silva verteidigte seinen UFC Mittelgewichtstitel gegen Yushin Okami, während die Publikumslieblinge Mauricio „Shogun“ Rua und Antonio Rodrigo „Minotauro“ Nogueira ihre Kämpfe ebenfalls in der ersten Runde vorzeitig entschieden.

Kurz und knapp:
Shawn Tompkins, einer der bekanntesten Standkampftrainer im MMA-Bereich, verstarb im Alter von nur 37 Jahren an einem Herzinfarkt.

Zuffa stellte die geschäftlichen Beziehungen zu Golden Glory ein.

Matt Hamill
und Chris Lytle traten vom aktiven Geschehen zurück.

Der frühere UFC Schwergewichtschampion Brock Lesnar gab seine vollständige Genesung bekannt.

Pat Curran gewann das diesjährige Federgewichtsturnier von Bellator FC mit einem KO-Sieg über Marlon Sandro.

Die UFC-Veteranen Andrei Arlovski, Kendall Grove und Drew McFedries siegten bei der Rückkehr von ProElite.

September

Nick Diaz (Foto: mmamania.com)Eine so konfuse Situation wie die um den Weltergewichtstitelkampf bei UFC 137 hatte es zuvor noch nicht gegeben. Georges St. Pierre sollte seinen Gürtel an 15. Oktober gegen Nick Diaz verteidigen. Da Diaz unentschuldigt bei einem Pressetermin fehlte, nahm die UFC ihn aus dem Titelkampf. An seine Stelle trat Carlos Condit, der ursprünglich bei derselben Veranstaltung gegen BJ Penn kämpfen sollte. Nachdem die UFC dann die Situation mit Diaz geklärt hatte, wurde er in einen Kampf gegen Penn gesteckt.

In der Schwergewichtsklasse geschah im September einiges: Josh Barnett und Daniel Cormier zogen mit schnellen Siegen ins Halbfinale des World Grand Prix von Strikeforce ein. Dana White verkündete Cain Velasquez vs. Junior Dos Santos für den Hauptkampf des UFC-Debüts auf Fox sowie Brock Lesnar vs. Alistair Overeem für UFC 141. Und Fedor Emelianenko sollte im November in seiner Heimat gegen Jeff Monson antreten.

Kurz und knapp:
Jon Jones verteidigte seinen UFC Halbschwergewichtstitel bei UFC 135 gegen Quinton „Rampage“ Jackson.

Der in Nürnberg lebende Ringerweltmeister Yoel Romero Palacio verlor sein Strikeforce-Debüt gegen Rafael „Feijao“ Cavalcante durch KO.

Quinton Jackson „enttarnte“ einen „Spion“ aus seinem Trainingslager.