MMA Restliche Welt

Der gläserne Kämpfer

Verdiene Geld, indem du deinen Fans nah bist! Dieses Motto lobten UFC und Strikeforce bei der diesjährigen Kämpfertagung in Las Vegas aus. In Zeiten einer vernetzten Welt erachtet man es aus  Sicht von Zuffa als wichtig, sich über soziale Netzwerke bekannt zu machen. Um dies auch den Kämpfern schmackhaft zu machen, will der MMA-Riese in nächster Zeit Prämien ausschütten.

Gradmesser soll der Mikroblogging-Dienst Twitter sein. Je nach Fülle der „Follower“ - also der Abonnenten eines jeweiligen Nutzers - werden die Kämpfer fortan in vier Kategorien eingeteilt. Pro Kategorie haben immer drei Stars die Möglichkeit einen Bonus von 5.000 US-Dollar einzuheimsen. Kategorie eins gewinnt derjenige, der innerhalb eines Quartals die meisten Fans überzeugt hat, ihm zu folgen. Weitere 5.000 US-Dollar gehen an die Person, die Prozentual die höchste Summe generiert hat. Die dritte Kategorie ist Dana Whites Baby. Er bewertet, wer die innovativsten und besten „Tweets“ geschrieben hat.

Kurzum gesagt, wer am meisten von sich freigibt, und das möglichst kreativ, hat die besten Chancen ein paar Dollar hinzu zu verdienen. Zuffa will den Boom um die sozialen Netzwerke nutzen, um sich und ihre Duellanten weltweit bekannter zu machen. Der Präsident der UFC macht es selber schon seit Jahren vor: Mit seinen Twitter-Nachrichten und YouTube-Blogs sorgt er für Begeisterung und Entrüstung unter den MMA-Fans und hat einen wahren Kult um sich aufgebaut.

Was für Fans und Redaktionen in der Kampfsportgemeinde gut ist, kann für den einen oder anderen Kämpfer ein Balanceakt auf dem Drahtseil sein. Nicht jeder Mensch ist so kontaktfreudig wie Dana White. Aufgrund der Prämie wird ihnen allerdings offeriert, mehr von ihrem Privatleben preiszugeben als ihnen vielleicht lieb ist.

Netzwerke wie Twitter, Facebook oder YouTube werden immer mehr zum Teil unseres Lebens - auch vor der MMA-Szene macht das Phänomen nicht halt.