MMA Restliche Welt

Der beste Kämpfer der Welt




"Anderson Silva ist der talentierteste Kämpfer der Welt, der beste Kämpfer Pfund-für-Pfund und es ist lächerlich, etwas anderes zu behaupten!"

Dana White, UFC Präsident


Für den UFC Präsidenten ist es klar, für viele Experten und Fans ebenfalls – Anderson Silva ist der beste Kämpfer der Welt. Am vergangenen Samstag bewies der Brasilianer ein weiteres Mal sein außergewöhnliches Können, als er Forrest Griffin bei UFC 101 nicht nur ausknockte, sondern auch mit ihm spielte. Silva ließ den ehemaligen Champion wie einen Anfänger aussehen. Nach dieser hervorragenden Leistung stellt sich die Frage nach der Zukunft von Anderson Silva.

Im Mittelgewicht gibt es zwar einige potenzielle Herausforderer, als ernsthafte Gefahr wird von ihnen jedoch niemand angesehen. Dan Henderson wurde bisher als nächster Herausforderer gehandelt, bei der Pressekonferenz nach UFC 101 wurden jedoch ganz andere Optionen angesprochen. Nach der dominanten Leistung gegen einen früheren Halbschwergewichtschampion zeigten sich weder Silvas Manager Ed Soares noch Dana White von einem permanenten Wechsel des Mittelgewichtschampion ins Halbschwergewicht abgeneigt.

"Das gefällt mir. Wir können das machen", erklärte White zu diesem Thema. Dass dafür der Mittelgewichtstitel vakant erklärt werden müsste, wurde ebenfalls klargestellt. "Ich würde ihn [ins Halbschwergewicht] lassen", so der UFC-Präsident. "Wir würden [den Mittelgewichtstitel] neu auskämpfen."

An der Spitze im Halbschwergewicht steht jedoch mit Lyoto Machida ein guter Freund von Anderson Silva und Silva erklärte bereits mehrmals, er würde nicht gegen seinen Freund und Landsmann in den Käfig steigen. "Lyoto ist mein Freund, er ist mein Bruder und es gibt keine Möglichkeit für einen solchen Kampf", versicherte Anderson Silva. Ganz anders sah dies Dana White: "Ich werde dafür sorgen[, dass der Kampf stattfindet]. Es geht nicht einmal ums Geld. Es geht darum, zu beweisen, wer der Beste ist und sich einen Platz in der Geschichte zu sichern. Es geht darum, einen Superfight zu zeigen, den die Fans sehen wollen."

Die Pläne des (Noch-)Mittelgewichtschampions könnten aber anders aussehen. Er plant bekanntlich schon seit längerem einen Boxkampf gegen Ex-Boxweltmeister Roy Jones Jr. Vor einiger Zeit wurden auch Gerüchte laut, wonach ein entsprechender Kampf bereits vertraglich gesichert wurde und Silva nur mehr die Kämpfe auf seinem Vertrag (derzeit drei) in der UFC absolvieren möchte.

Verhärtet wurden diese Berichte nun mit der Meldung, dass Roy Jones Jr. bei UFC 101 im Publikum saß, um den Kampf des Brasilianers mitzuverfolgen. Die Anwesenheit des Boxers könnte auch der Grund für die übertriebenen Spielchen von Silva sein, der mehrmals seine Hände baumeln ließ und Griffin seinen Kopf entgegenstreckte. Die UFC spielte dabei jedoch nicht mit und zeigte den Ex-Boxweltmeister kein einziges Mal, um keine Fanunterstützung für den Boxkampf zwischen Jones und Silva hervorzurufen.

Als Champion wäre es Silva aufgrund des Vertrages jedoch nicht möglich, die UFC zu verlassen. Randy Couture versuchte bereits, sich als Champion von der Organisation lösen, um einen Kampf gegen Fedor Emelianenko zu bestreiten. Das Ergebnis ist bekannt: Nach einem Jahr an Streitereien und Gerichtsverhandlungen fand sich Couture in der UFC wieder.

Wird jedoch der Mittelgewichtstitel für vakant erklärt, müsste es Anderson Silva also freistehen, nach den Kämpfen in seinem Vertrag die UFC zu verlassen und einen Boxkampf gegen Roy Jones Jr. zu bestreiten. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich diese Situation weiter entwickelt. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich Dana White vehement gegen einen Boxkampf von Anderson Silva wehrt.