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Dennis Siver ist verärgert über Kampfausfall und Jon Jones

Dennis Siver hofft auf eine schnelle Neuansetzung seines geplanten Kampfes. (Foto: Dorian Szücs/GroundandPound)

Es war der Schocker des Monats: UFC 151 musste abgesagt werden, da sich Dan Henderson verletzte und so kurzfristig kein passender Ersatzgegner für einen Titelkampf gegen UFC Halbschwergewichtschampion Jon Jones gefunden werden konnte. Neben den Fans müssen vor allem die anderen eingeplanten Kämpfer der Veranstaltung leiden. Auch der Deutsche Dennis Siver wird am 01. September nicht gegen Eddie Yagin antreten. Wir haben uns mit ihm über den Kampfausfall unterhalten.

„Ich bin natürlich sehr verärgert“, so Siver im Gespräch mit GroundandPound über den abgesagten Kampf. „Ich habe ja schließlich viel Zeit in die Vorbereitung investiert und mein Gewicht die ganze Zeit gehalten. Jetzt war alles umsonst.“

Im Hauptprogramm sollte der Mannheimer auf den Hawaiianer Eddie Yagin treffen. Beide Kontrahenten äußerten sich bereits in der aktuellen Ausgabe des GroundandPound Journals zum jeweiligen Gegenüber.

„Trainiere hart, denn es wird die härteste Schlacht deines Lebens“, sendete Yagin dabei als Nachricht an Siver. Der Deutsche verteilte darauf einen Seitenhieb auf Yagins frühere Aussagen über die eigenen Fähigkeiten: „Ich trainiere immer hart. Schau dir lieber Mal andere Kämpfe an, damit du weißt, was ein guter Standkampf ist.“

Jetzt liegt der Kampf erst einmal auf Eis. Die UFC hat direkt nach der Absage von UFC 151 damit begonnen, die bereits angesetzten Kämpfe auf spätere Veranstaltungen zu verschieben. Auch Siver und Yagin werden wohl weiterhin gegeneinander antreten.

„Die UFC hat mir versprochen, den Kampf so schnell wie möglich mit dem gleichen Gegner nachzuholen“, so Siver weiter. „Allerdings habe ich noch keinen festen Termin bekommen. Ich hoffe, dass es bald passiert.“

Mit der Absage der Veranstaltung begann auch die Suche nach einem Schuldigen. Ist es Jon Jones, der einen Ersatzkampf gegen Chael Sonnen ablehnte? Ist es die UFC, die keinen verkaufbaren Co-Hauptkampf ins Programm packte? Ist es Dan Henderson, der drei Wochen lang bis zur Verkündung der Verletzung wartete?

Die UFC machte ihren Halbschwergewichtschampion von Beginn an zum Sündenbock. Immerhin hätte er die Veranstaltung kurzfristig retten können, wenn er einen Kampf gegen Chael Sonnen angenommen hätte. Auch Dennis Siver hält das Verhalten des Champions für unangebracht.

„Ich finde es auch richtig scheiße von ihm“, so Siver verärgert. „Er hat überhaupt nicht an die anderen Kämpfer oder die ganzen Fans gedacht, die möglicherweise auch einiges investiert haben, um die Veranstaltung zu sehen. Ich finde, als Champion sollte man so einen Kampf annehmen und damit beweisen, dass man ein richtiger Champion ist.“