Grappling

Pablo Popovitch: Ich habe mein ganzes Leben dem BJJ gewidmet

Pablo Popovitch

Der Brasilianer Pablo Popovitch zählt zu den besten Bodenkämpfern der Welt. Groundandpound.de hatte kürzlich die Gelegenheit, ihm ein paar Fragen zu stellen.

Groundandpound.de: Hallo Pablo, könntest du dich unseren Lesern eben vorstellen?

Pablo Popovitch: Hi, mein Name ist Pablo Popovitch. Ich trainiere BJJ seitdem ich vier Jahre alt bin. Ich habe seitdem praktisch mein ganzes Leben dem BJJ gewidmet.

Erzähl uns bitte etwas über dein Team, das Brazilian Jiu-Jitsu Center.
Ich habe 1995 zusammen mit meinem Vater das Brazilian Jiu-Jitsu Center eröffnet. Nachdem er zurückgetreten ist und nach Brasilien zurückkehrte, habe ich das Gym alleine übernommen. Ich habe seitdem 16 Schwarzgurte hervorgebracht, viele Titel gewonnen und mein Team geformt. Mein Team und ich haben von da an viele Weltmeister und Pan-Am-Champions hervorgebracht. Ich bin also sehr zufrieden mit dem, was ich mit meinem Team leiste und geleistet habe.

Was sind deine Karriere-Highlights?
Ich bin ein vierfacher BJJ Weltmeister, ADCC-Champion und sechsfacher Pan-Am-Champion. Ich habe noch viele weitere Titel, aber das sind die größten. Wenn es euch interessiert, könnt ihr alles auf meiner Webseite www.bjjcenter.com nachlesen.

Gibt es jemanden, gegen den du gerne einen Rückkampf hättest?
Nicht wirklich.

Du bist bei den ADCC-Meisterschaften 2013 in Peking angetreten. Du hast deine ersten beiden Kämpfe gewonnen, was ist dann passiert?
Ich habe mir vier Wochen vor ADCC meinen Meniskus gerissen. Mein Knie war nach dem ersten Tag sehr geschwollen, was es schwer machte, sich gut zu bewegen. Ich habe meinen driten Kampf gegen Lovato Junior via Schiedsrichterentscheid verloren. Ich habe mich mit der ganzen Kniegeschichte überhaupt nicht wohl und mobil gefühlt.

Welche Turniere stehen für dich in Zukunft an?
Ich warte erstmal, bis mein Knie komplett geheilt ist. Ich bin im Moment bei ca. 80 Prozent. Also habe ich momentan keine konkreten Pläne, an Turnieren teilzunehmen.

Deine größten Erfolge waren ohne Gi. Woran liegt das? Trainierst du überhaupt im Gi und nimmst mit Gi an Wettkämpfen teil?
Ich mag No Gi einfach viel lieber (lacht). Ich trainiere zwar auch im Gi, aber No Gi ist meine große Leidenschaft.

Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen Gi und NoGi?
Die Grips!

Du hattest bis jetzt einen MMA-Kampf. Wirst du in Zukunft mehr MMA-Kämpfe absolvieren?
Vielleicht. Ihr werdet es alle bald erfahren.

Wirst du mal den Weg nach Deutschland finden oder warst du schonmal hier?
Ich war noch nie in Deutschland, aber ich arbeite daran, für ein paar Seminare nach Deutschland zu kommen. Ich freue mich schon, die besten deutschen BJJ- und Luta-Livre-Kämpfer zu unterrichten und mit ihnen zu trainieren.

Vielen Dank für das Interview. Wenn du noch etwas loswerden willst ist hier jetzt deine Chance.
Ich bedanke mich bei Dennis Gabriel Schindler und Groundandpound.de für das Interview. Auch bedanke ich mich bei all meinen Fans in Deutschland. Ich hoffe, wir sehen uns bald und haben die Möglichkeit, miteinander zu trainieren.