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Dana White: „Wir waren so nah dran“

Dana White brachte die Pressevertreter zum Staunen. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound)

Am Sonntag sorgte UFC-Präsident Dana White auf der Pressekonferenz nach UFC on Fox 6 für überraschte Gesichter unter den anwesenden Pressevertretern. White erklärte, dass es im vergangenen Jahr mit Brock Lesnar vs. Fedor Emelianenko beinahe zu einem der größten Kämpfe der MMA-Geschichte gekommen wäre.

„Wir hatten tiefgründige Gespräche mit ihm (Emelianenko)“, erklärte White. „Wir waren so nah dran, ihn zu verpflichten. Kurz bevor sein Vater starb, hatten wir ihn fast so weit. Als ich damals über eine Veranstaltung im Cowboy Stadium sprach, war dafür Lesnar vs. Fedor angedacht.“

Fedor Emelianenkos Vater verstarb im August 2012 - zwei Monate nachdem der „letzte Kaiser“ nach dem Sieg gegen Pedro Rizzo seinen Rücktritt verkündete. Die Nachricht kommt etwas überraschend, denn mehrfach versuchte die UFC Emelianenko zu verpflichten. Zu einer Einigung kam es  jedoch nie, was White auch häufig erzürnt verlauten ließ.

Lesnar beendete im Dezember 2011 nach einer Niederlage gegen Alistair Overeem seine MMA-Karriere, um sich wenig später wieder World Wrestling Entertainment (WWE) anzuschließen. Im vergangenen Jahr kam es laut White jedoch erneut zu Gesprächen mit der UFC.

„Wir wollten den Fedor-Brock-Kampf zu Stande bringen“, so White weiter. „Brock kam vorbei und wir gingen Abendessen. Wir verhandelten über den Fedor-Kampf. Als er dann aber später hörte, dass Fedor seine Karriere beenden würde, sagte er zu mir: ‚Für mich war es das ebenfalls‘.“

UFC-Mitbesitzer Lorenzo Fertitta führte laut White die Verhandlungen mit Emelianenko. Nach dem Tod des Vaters stand für die MMA-Legende jedoch fest: „Ich will den Rest meines Lebens mit meiner Familie verbringen“.

Das Cowboy Stadium fasst bei Football-Spielen bis zu 100.000 Zuschauer. Ein Kampf zwischen Fedor Emelianenko und Brock Lesnar vor solch einer Kulisse wäre garantiert in die MMA-Geschichtsbücher eingegangen.