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Dana White: „Ich war lange nicht so aufgeregt.“

Dana White war auf der Pressekonferenz am Donnerstag überglücklich. (Foto: Dorian Szücs/GroundandPound)

„Wisst ihr wie glücklich ich bin, mit den ganzen Kämpfern hier oben zu stehen“, fragte UFC-Präsident Dana White bei der gestrigen Pressekonferenz für UFC on FOX 5 die anwesenden Journalisten. „Bei unserem Verletzungspech in letzter Zeit bin ich sehr froh darüber. Die Fans lieben das Programm der Veranstaltung, FOX liebt es, jeder liebt es. Und der Fakt, dass sich keiner verletzt hat, macht mich sehr glücklich.“

In der Tat hatte es die UFC in diesem Jahr nicht immer leicht. Häufig mussten Hauptkämpfe kurzfristig geändert oder sogar komplett gestrichen werden, da es zu verletzungsbedingten Ausfällen kam. Für den fünften Auftritt der UFC auf dem US-Sender FOX bastelte man ein Programm zusammen, das man auch locker als Pay-Per-View hätte verkaufen können. Umso besser, dass das Hauptprogramm von Verletzungen verschont blieb.

Ein Leichtgewichtstitelkampf zwischen Benson Henderson und Nate Diaz, ein Kampf um den nächsten Herausforderer im Halbschwergewicht zwischen Mauricio „Shogun“ Rua und Alexander Gustafsson sowie eine Auseinandersetzung zweier Generationen zwischen BJ Penn und Rory MacDonald sorgen nicht nur bei den Fans für Vorfreude. Auch der UFC-Präsident kann den Event kaum abwarten: „Ich war lange nicht so aufgeregt vor eine Veranstaltung. Das werden die beste Kämpfe, die je im Free-TV gezeigt wurden.“

Vor allem Penn und MacDonald ließen bei der Pressekonferenz die Spannung steigen. Der 33 Jahre alte Hawaiianer war zeigte sich von den Aussagen seines kommenden Gegners entzürnt.

„Rory hat im Vorfeld gesagt, er habe den Kampf angenommen, weil er mich wirklich verletzen will und ich möglicherweise im Ring sterben werde“, erklärte Penn mit ernstem Blick. „Es ist besser für ihn, wenn er am Samstag bereit dafür ist, sich für seine Aussagen zu rechtfertigen.“

„Mach dir keine Sorgen, ich bin bereit dafür“, antwortete MacDonald in seiner gewohnt ruhigen Art. „Er sagt, dass er für seinen Status als Legende kämpft. Ich weiß nicht, ob er das ernst meint, aber wenn seine Motivation zum Kämpfen tatsächlich die Meinung anderer Menschen ist, dann ist das der falsche Grund, um ins Octagon zu steigen.“

Beim Blickduell nach der Pressekonferenz wurde deutlich, dass beide Kämpfer nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Der UFC-Präsident stellte sich direkt zwischen die beiden Athleten, um eine vorzeitige Konfrontation zu vermeiden.

Im Co-Hauptkampf wird der Schwede Alexander Gustafsson den wichtigsten Kampf seiner Karriere bestreiten. Mit einem Sieg gegen Mauricio Rua ist er der nächste Herausforderer auf den Halbschwergewichtsgürtel.

„Es ist der wichtigste Kampf und der mit Abstand stärkste Gegner meiner Karriere“, erklärte der 1,96 Meter große Gustafsson. „Wenn ich den Kampf gewinne, bin ich im Titelgeschehen. Ich bin bereit für den Champion – egal, ob Chael Sonnen oder Jon Jones.“

Rua, der nach seinem Titelverlust im Jahr 2011 auf einen Rückkampf gegen Jones hinarbeitet, deutete in den vergangen Tagen an, Gustafsson zur Aufgabe zwingen zu wollen. Gustafsson hält diesen Hinweis für einen simplen Trick: „Shogun ist schon sehr lange in diesem Sport unterwegs. Er versucht mich sicher auf eine falsche Fährte zu locken. Ich bin für alles bereit.“

Die beiden Hauptkämpfer hielten sich gestern Abend eher zurück. Henderson ist in Federal Way, Washington, nur wenige Kilometer vom Austragungsort der Veranstaltung, aufgewachsen und wird dementsprechend viele Freunde und Bekannte im Publikum sitzen haben. Trotz der Rückkehr in die Heimat ist der Champion jedoch voll auf die Titelverteidigung fokussiert: „Als ich wieder hier her kam, habe ich viele Freunde von der High School und einige Cousins wieder getroffen. Die verstehen aber alle, dass ich einen großen Kampf vor mir habe und so kann ich mich voll darauf konzentrieren.“

Während sich Diaz – ein Mann weniger Worte – eher bedeckt zum kommenden Kampf hielt, äußerte sich Henderson über den Kampfstil seines Gegners.

„Wir sind beide sehr aggressiv und gehen immer vorwärts“, erklärte der Champion. „Man kann ihn nur schwer durchschauen. Ich muss also clever vorgehen, wenn ich angreife. Wenn wir erst einmal zusammen im Octagon stehen, wird das eine spaßige Sache.