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Dan Henderson verletzt: UFC 151 abgesagt

Dan Henderson hat sich eine Knieverletzung zugezogen und wird nicht in neun Tagen bei UFC 151 gegen Jon Jones um den UFC Halbschwergewichtstitel kämpfen. Da der Champion einen angebotenen Kampf gegen Chael Sonnen ablehnte, wird die komplette Veranstaltung abgesagt. Jones wird seinen Titel stattdessen am 22. September bei UFC 152 in Toronto, Kanada gegen Lyoto Machida verteidigen. UFC-Präsident Dana White verkündete die schockierende Nachricht auf einer Telefonkonferenz mit Pressevertretern und hatte dabei keine guten Worte für Jon Jones übrig.

„Das ist vermutlich der Tiefpunkt in meiner Zeit als UFC-Präsident“, so Dana White. „Dan Henderson hat sich verletzt. Er hat versucht, weiter zu trainieren. Er war bei verschiedenen Ärzten, es gab aber keine Möglichkeit, den Kampf noch zu retten.

Keine neue Situation für die UFC – in der Vergangenheit kam es bereits häufiger zu kurzfristigen Ausfällen in Hauptkämpfen, welche dann üblicherweise durch Ersatzgegner oder durch das Aufrücken des Co-Hauptkampfes gesichert wurden. Für UFC 151 fand man jedoch keine Lösung. Obwohl sich mit Chael Sonnen ein durchaus interessanter Gegner anbot, zeigte Jones kein Interesse und lehnte entschlossen ab.

„Chael Sonnen hat einen Kampf gegen Jon Jones direkt akzeptiert“, so White gereizt. „Dann ist das passiert, was ich in nie im Leben gedacht hätte: Jon Jones sagte mir, dass er so kurzfristig nicht gegen Chael Sonnen antreten wird. Ein Champion, der als einer der weltbesten Kämpfer gilt, hat einen Kampf abgelehnt. So etwas ist mir noch nie untergekommen.“

Somit musste erstmals in der Zuffa-Geschichte eine komplett besetzte UFC Veranstaltung abgesagt werden. Was mit den zehn weiteren angekündigten Kämpfen passiert, ist momentan nicht klar. Auch der Deutsche Dennis Siver sollte am 1. September antreten. Der Kampf gegen Eddie Yagin wird vermutlich verschoben.

„Das ist eine riesige Sache“, so White wütend. „Wir verlieren Unmengen an Geld. Geld, das bereits für Werbung ausgegeben wurde. Wie lange und wie sehr uns das wehtun wird, weiß ich nicht, denn das ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist.“