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„Cyborg“ vor die Tür gesetzt

Unglücklich: Cris "Cyborg" Santos. (Foto: Showtime)

Am vergangenen Wochenende war Ronda Rousey erneut durch Armbar erfolgreich (GnP berichtete). All ihre Kämpfe endeten vorzeitig durch den Armhebel in Runde eins. Die Frage, wer der amtierende Strikeforce-Championess noch eine ernstzunehmende Gefahr bieten kann, war schnell beantwortet: Cristiane „Cyborg“ Santos.

Diese befand sich in den vorderen Sitzreihen der Veranstaltung, wurde jedoch vor dem Hauptkampf des Abends, dem Titelkampf zwischen Ronda Rousey und Sarah Kaufman, gebeten zu gehen.

„Ich habe mir alle Kämpfe angesehen, aber kurz vor dem Main Event kam eine Dame der CSAC ("California State Athletic Comission", die Sportbehörde Kaliforniens) die mich bat zu gehen“, so Santos. „Sie sagte mir, dass suspendierte Athleten nicht zugelassen wären und ich die Halle sofort verlassen müsse. Mein Manager versuchte mit den Offiziellen zu reden, aber es hatte keinen Zweck.“

In der Tat gibt es diese strenge Gesetzgebung, die dafür sorgte, dass die Brasilianerin sich gekränkt fühlte. „Ich war traurig darüber wie mit mir umgegangen wurde“, erklärte die frühere Federgewichtschampioness. „Sie hätten mich auch freundlich zur Seite nehmen und es mir erklären können und mich nicht einfach vor allen Fans rauswerfen sollen. Es war wirklich sehr respektlos. Ich denke, ein Champion verdient es mit Respekt behandelt zu werden. Als ich in Brasilien die UFC besucht habe, gab es keinerlei Probleme.“

Vor wenigen Tagen sprach Santos davon, in ihrer Gewichtsklasse bleiben und nicht gegen Rousey antreten zu wollen (GnP berichtete), nun ging Santos so weit, dass sie ankündigte, nie wieder ein Wort über die Amerikanerin wechseln zu wollen.

„Das hier ist das letzte Interview zu Rousey“, so die 27-Jährige. „Ich will den Fans klarmachen, dass dieser Kampf niemals stattfinden wird, denn ich will nicht meine Gewichtsklasse wechseln und sie gedenkt nicht ins Federgewicht zu kommen. Ich werde erst wieder über sie reden, wenn ich einen Vertrag unterschreibe, auf dem sie als Gegnerin feststeht. Es liegt nicht an mir, sondern an Strikeforce. Wenn sie den Kampf sehen wollen, müssen wir uns so einigen, dass alle Parteien zufrieden sind.“

Was in das Wort „Einigung“ hinein interpretiert werden kann, bleibt abzuwarten. Denn sollte es sich um monetäre Entlohnung handeln, besteht die Möglichkeit, die Begegnung in naher Zukunft doch noch sehen zu können.