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Cro Crop zeigt Mitleid

Mirko Cro Cop (26-7-2) hatte es in letzter Zeit nicht leicht. Nach seiner glanzvollen PRIDE-Ära folgten ernüchternde Niederlagen in der UFC, welche ihm so zusetzten, dass er bereits einmal verlauten lies, aus dem aktiven Sportgeschehen auszuscheiden. Gerade deshalb war sein Sieg am vergangenen Wochenende gegen einen chancenlosen Anthony Perosh mehr als nur ein Pflichtsieg. Wer aber jetzt denkt, dass Cro Cop sich damit zufrieden gibt, liegt falsch. Der PRIDE-Veteran hatte offensichtlich großes Mitleid mit seinem Kontrahenten:

„Ich habe großen Respekt für den Mut von Anthony Perosh. Er akzeptierte es, gegen mich zu kämpfen, ohne jegliche Chance sich dementsprechend vorbereiten zu können. Da gab es einige andere Kämpfer die sich davor drückten kurzerhand gegen mich zu kämpfen, aber auch ihre Entscheidung kann ich verstehen. Es ist wirklich nicht leicht, so einfach mal gegen jemanden anzutreten, ohne dementsprechend trainiert zu haben. Deshalb habe ich auch den Bodenkampf vermieden. Ich bin immerhin gute sieben Kilo schwerer als er. Mir tut es sehr leid, dass ich Perosh so verletzt habe. Darum hatte ich auch mit angezogener Handbremse gekämpft und Rücksicht genommen, als ich ihn offensichtlich verletzt hatte. Als ich einen großen Cut an seinem Kopf öffnete und er so blutüberströmt vor mir stand konnte ich ihn einfach nicht KO schlagen. Er tat mir wahrhaftig leid!“

Antony Perosh sprang mit einer Vorbereitungszeit von weniger als 24 Stunden für den an einer Virusinfektion erkrankten Ben Rothwell ein. Er unterlag Cro Cop nach zwei Runden via TKO aufgrund einer großen Platzwunde am Kopf.