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Cris Cyborg: In der UFC habe ich mich wie eine Sklavin gefühlt.

Cristiane "Cris Cyborg" Justino (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Neues Jahr, neue Liga, neues Glück. Am Samstag stand Cristiane Justino aka „Cris Cyborg“ zum ersten Mal im Käfig von Bellator. Die Brasilianerin sicherte sich mit einem technischen Knockout in der vierten Runde prompt den Titel im Federgewicht und ist froh, endlich wieder in einer Organisation zu kämpfen, in der sie gewürdigt wird.

„Als ich den Titel in der UFC verloren habe, war ich nicht traurig, als ich den Käfig verlassen habe“, sagte Justino nach ihrem Sieg über Julia Budd bei Bellator MMA. „Ich war erleichtert. Ich erinnere mich an alles an dem Tage, ich habe noch Interviews gegeben, die Schriftzüge an der Wand gelesen und mich nicht traurig gefühlt. Nichts geschieht ohne Grund. Hätte ich damals nicht den Titel verloren, wäre ich heute nicht Bellator-Champion. Hier bin ich glücklich, dort war ich nicht glücklich. Ich habe gearbeitet und mich wie eine Sklavin gefühlt und war unglücklich.“

Justino trug jahrelang Differenzen mit UFC-Präsident Dana White aus. Die Brasilianerin hatte eine echte Gewichtsklasse um sich gefordert und wollte öfter in den Käfig steigen. Die UFC machte keine Anstalten, ihre Forderungen zur erfüllen, sondern schickte regelmäßig Bantamgewichte eine Gewichtsklasse nach oben, um Justino zu fordern.

Nachdem sie ihren Titel an Amanda Nunes verlor und damit die erste Niederlage nach 13 Jahren einstecken musste, erhielt sie keinen direkten Rückkampf. Bei Bellator soll es nun besser für die 34-Jährige laufen, immerhin gibt es in der Liga eine echte Gewichtsklasse Federgewicht der Frauen. Der Neustart für die frischgebackene Titelträgerin zeigt sich auch im Ort des Triumphes, denn Justino gewann den Bellator-Titel in der gleichen Halle, in der sie den UFC-Titel verlor, dem Forum in Inglewood.

„Als ich herkam und gehört habe, dass ich im Forum kämpfen soll, habe ich mir nur gedacht, wie großartig Gott ist“, sagte sie. „Hier habe ich meinen Gürtel verloren, hierher komme ich zurück, kämpfe und hole mir damit wieder einen Titel. Ich habe sehr hart für diesen Kampf gearbeitet. Ich arbeite immer hart und freue mich über jede Gelegenheit, Geschichte zu schreiben. Ich werde der einzige Kämpfer mit vier Titeln sein.“

Justino hatte in ihrer Karriere zuvor bereits den Federgewichts-Titel bei Strikforce, Invicta und der UFC gewonnen. Nun will sie bei Bellator eine eigene Ära im Federgewicht prägen.

„Ich bin sehr froh, mit Bellator zu arbeiten. Das ist meine neue Heimat. Eine neue Ära. Hier habe ich keine Probleme um mich und einen Chef, der mit seinen Kämpfern zusammenarbeiten möchte. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier bin.“