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Cris Cyborg gegen Ronda Rousey

Cris "Cyborg" Santos (Foto: sportv.globo.com)

Cristiane „Cyborg“ Santos gegen „Rowdy“ Ronda Rousey - der Kampf, der bereits vor etwas über sechs Monaten unter dem Strikeforce-Banner im Gespräch war, könnte demnächst Wirklichkeit werden, denn keine der beiden Athletinnen ist bekannt dafür Wortkarg zu sein.

Vor einigen Monaten bekriegten sich beide Damen via Twitter, Santos stellte ein Photoshop-Bild einer blutigen Gina Carano online, mit dem Untertitel: „Das nächste Opfer… Ronda!!! Keine Gnade!“ Was zu einem vulgären Hin- und Her zwischen beiden Kämpferinnen führte, bis sich die Lage scheinbar wieder beruhigte. Wir blicken zurück auf die Geschehnisse…

Das Photoshop-Bild einer geschalgenen Gina Carano. (Foto: Cris Cyborg/Twitter)

Im vergangenen Jahr stellte sich die Frage, welche Frau auf Gottes grüner Erde jemals eine Chance gegen Strikeforce Federgewichtschampioness Cristiane „Cyborg“ Santos haben könnte, schließlich schnitt sie durch die Konkurrenz wie ein heißes Messer durch Butter. Judo-Olympiamedaillengewinnerin Ronda Rousey war plötzlich im Gespräch, besonders da Santos damalig seit sechs Jahren in Folge ungeschlagen und die Kontrahentinnen-Auswahl fast komplett ausgemerzt war. Rousey bemühte sich zwar zeitweise um ein Duell gegen Miesha Tate, doch schien die Begegnung mit Santos unausweichlich.

Nach Santos positivem Dopingtest im Januar dieses Jahres (wir berichteten) wurden diese Ambitionen jedoch sofort fallen gelassen, denn der Brasilianerin wurde die Kampflizenz in Folge einer Suspendierung für ein Jahr entzogen. Rousey hingegen bekam ihren gewünschten Kampf gegen die damalige Bantamgewichtschampioness Miesha Tate. Einen Sieg später durfte Rousey sich das Titelgold um die Hüfte schnallen und wartet seitdem auf ihre nächste Kontrahentin. Hierbei handelt es sich um die Kanadierin, und frühere Bantamgewichtschampioness, Sarah Kaufman. Die Begegnung soll Gerüchten zufolge als Teil der Fight Card von „Strikeforce: Rockhold vs. Kennedy“ am 14. Juli in Portland, Oregon stattfinden.

"Rowdy" Ronda Rousey nach ihrem Titelgewinn. (Foto: Strikeforce/Showtime)

Santos konnte in ihrer MMA-inaktiven Zeit bei den diesjährigen „World Jiu Jitsu Championships“, den Weltmeisterschaften im BJJ, genauso wie im letzten Jahr die Goldmedaille erfolgreich erobern und forderte daraufhin Ronda Rousey vor wenigen Tagen erneut heraus. Im Interview mit den Kollegen von StudioMMA sagte die 26-Jährige: „Ronda will meinen Arm, ich hingegen ihren Kopf! Im Januar könnte der Kampf stattfinden.“

Die Wunschbegegnung ist noch von keiner Seite bestätigt, jedoch weiß man von Strikeforce, dass Möglichkeiten auf große Frauenkämpfe mit offenen Armen empfangen werden, wie man in der Vergangenheit im Duell zwischen Gina Carano und Cris Santos, oder eben Miesha Tate gegen Ronda Rousey sehen konnte.

Weshalb Rousey ins Schussfeld von „Cyborg“ geraten ist, dürfte ist nicht nur an ihrem Titel, sondern auch an den Worten liegen die sie nach Santos Dopingvorfall äußerte. „Ronda redet zu viel“, so Cyborg. „Außerdem mag sie es nicht Fäuste in Gesicht zu bekommen, da sie eine Judoka ist. Ich teile gerne aus und denke, dass es eben deshalb, aufgrund dieser unterschiedlichen Stile, ein toller Kampf werden wird.“

Da „Cyborg“ Santos am Ende dieses Jahres ihr Kampflizenz erneuern kann, was sie mit fast hundertprozentiger Sicherheit auch tun wird, könnte eine Begegnung zwischen Rousey und Santos in der Tat Realität werden, besonders da dies nominell einen der größten Kämpfe im Frauen-MMA bedeuten würde. Gleichzusetzen wäre dies mit einem Kampf zwischen Anderson Silva und George St. Pierre, um ein Beispiel aus der MMA-Männerwelt zu nehmen.

Man darf gespannt sein, ob Strikeforce Präsident Scott Coker sich in nächster Zeit zu diesem Thema ausführlich äußern wird, oder ob er die Begegnung zwischen Rousey und Kaufman dafür abwartet. Gleiches gilt für Rousey. Die einzigen Worte, die Coker bisher zu diesem Thema abgegeben hat, waren: "Der Kampf Rousey vs. Cyborg wird stattfinden." Fragt sich nur wann...