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Condit gelingt Revanche gegen Kampmann

Erfolgreich im Rückkampf gegen Martin Kampmann: Carlos Condit. (Foto: Florian Sädler/Groundandpound.de)

In Indianapolis, Indiana, fand in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (deutscher Zeit) die zweite Show auf dem neu eingerichteten Sender Fox Sports 1 statt. Die Action kam während der 12 Kämpfe nicht zu kurz, bei denen nur fünf über die volle Distanz gingen. Alle anderen Duelle endeten vorzeitig, allen voran die Hauptbegegnung zwischen Carlos Condit und Martin Kampmann. Dem Amerikaner gelang die Revanche, nachdem er sich 2009 knapp nach Punkten geschlagen geben musste. Beim erneuten Wiedersehen schlug Condit seinen Kontrahenten vorzeitig ins Land der Träume.

Carlos Condit vs. Martin Kampmann
Kampmann überraschte mit einem schnellen Clinch, der nach mehreren Wurf-Versuchen, den Takedown sicherte. Condit arbeite vom Rücken aus, während Kampmann Schläge Richtung Kopf seines Kontrahenten abfeuerte. Campmann kam wieder auf die Beine, doch der Däne blieb an ihm dran und schickte ihn mit einem High-Crotch erneut auf die Matte. Vier Takedonws in Runde eins brachten die Nummer zwei im UFC-Weltergewicht in Schwierigkeiten.

Condit stellte in der zweiten Runde die Taktik um und konnte alle Takedownversuche des Dänen abwehren und seinerseits einige Treffer und Kicks ins Ziel bringen. Kampmann schien sichtlich frustriert, da keiner der zahlreichen Takedownversuche Erfolg brachte. In der dritten Runde gelang Kampmann zwar ein kurzer Takedown, doch wieder auf den Beinen steckte der Däne harte Schläge ein und blutete stark. Ein weiterer missglückter Takedownversuch sorgte dafür, dass Condit einige Submissionversuche ansetzen sowie den Rücken von Kampmann erringen konnte.

Sichtlich gezeichnet, schleppte sich der Däne in die Rundenpause. Konditionell setzte sich Condit daraufhin ab. In der vierten Runde war er der aktivere Mann, der harte Fäuste und Knie anbringen konnte, die Kampmann sichtlich anklingelten. Nach einem linken Haken, gefolgt von schnellen Händen und einem Knie, ging der Däne im Schlaghagel zu Boden und wurde von Ringrichter Herb Dean vor weiterem Schaden bewahrt.
Carlos Condit bes. Martin Kampmann via T.K.o. nach 0:54 in Rd.4

Donald Cerrone vs. Rafael dos Anjos
Beide Kämpfer überzeugten mit starkem Muay Thai. Der Brasilianer setzte sich daraufhin mit einem harten rechten Schwinger ab, durch den Cerrone sichtlich angeknockt wurde und das Gleichgewicht verlor. Klammerversuche führten zu einem Takedown, so dass Dos Anjos die Runde bis zur Pause aus der Oberlage kontrollierte. Die zweite Runde wurde erneut vom Brasilianer dominiert, der mit harten Kicks zum Körper die Deckung des Amerikaners herunterlenkte.

Zwar gelang Cerrone ein Takedown, doch kurz darauf wurde das Duell weiter im Stand geführt, was dem Brasilianer gelegen kam. Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs punktete Dos Anjos seinerseits mit einem Wurf. Auf der Suche nach dem Takedown war der Brasilianer auch in der finalen Runde, doch Cerrone verteidigte gut und versuchte mit Kicks aufzuholen. Dos Anjos im Rückwärtsgang, doch es sollte zum sicheren Punksieg reichen.
Rafael dos Anjos bes. Donald Cerrone einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Kelvin Gastelum vs. Brian Melancon
Gastelum konnte auch weiterhin unbesiegt bleiben. Der Gewinner von „The Ultimate Fighter: Team Jones vs. Team Sonnen“ dominierte das Geschehen mit harten Fäusten und eingestreuten Takedowns. Eine Kombination von sechs Schlägen klingelte Melancon an, der zu Boden fiel. Gastelum sprang auf dessen Rücken und zwang ihn mit einem Rear-Naked Choke zur sofortigen Aufgabe.
Kelvin Gastelum bes. Brian Melancon durch Aufgabe (Rear-Naked Choke) nach 2:26 in Rd.1

Court McGee vs. Robert Whittaker
Der TUF 11-Gewinner gegen den TUF-Smashes-Sieger lieferte den Kampf, den viele Zuschauer im Vorfeld erwartet hatten: Ein intensives Kickboxduell. Whittaker konnte die erste Runde durch schnelle Konter anführen, fing sich daraufhin in der zweiten Runde harte Treffer ein, stand auf wackeligen Beinen, ging jedoch nicht K.o. Die dritte Runde sollte alles entscheiden. Hier gab McGee das Tempo an und ließ den gebürtigen Australier die meiste Zeit im Rückwärtsgang verbringen.  
Court McGee bes. Robert Whittaker einstimmig nach Punkten (27-30, 30-27, 29-28)

Takeya Mizugaki vs. Erik Perez
Beide Athleten warfen rasch mit Bomben um sich. Knallharte Schwinger, die den Kopf des Kontrahenten als Ziel hatten. Der Mexikaner überraschte Mizugaki daraufhin mit einigen Double-Leg Takedowns, konnte ihn jedoch nicht auf der Matte kontrollieren. Der Japaner kam wieder auf die Beine, hielt eifrig dagegen und punktete in der zweiten Runde mit einigen harten Treffern. Im letzten Durchgang konnte Mizugaki einen rasanten Takedown sichern und wenig später den Rücken seines Gegners via Rear-Naked Choke angreifen. Dieser führte nicht zum erhofften Erfolg, doch reichte es, um als aktiverer Mann einen geteilten Punktsieg zu sichern.
Takeya Mizugaki bes. Erik Perez geteilt nach Punkten (28-29, 29-28, 29-28)

Brad Tavares vs. Robert McDaniel
Tavares machte anfangs Druck und konnte McDaniel mit harten Schlägen eindecken. Dieser schien einzubrechen, klammerte daraufhin und konnte so wieder zu Kräften kommen. Nach Takedowns auf beiden Seiten, bei dem Tavares die bessere Figur machen konnte, wurde dieser nach drei Runden zu Recht von den Punktrichtern belohnt.
Brad Tavares bes. Robert McDaniel einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Vorprogramm
Dylan Andrews vs. Papy Abedi
Nach einigen, eher ereignislosen Minuten im Stand, ging es auf den Boden, wo Abedi sich schnell in puncto Positionskontrolle und versuchten Aufgabegriffen die Oberhand sicherte. Im weiteren Verlauf ging es am Käfig und auf der Matte weiter, mit der Grappling-Dominanz Abedis, mit der im Vorfeld wohl niemand gerechnet hätte - zumindest bis zur dritten Runde. Wie aus dem nichts erwischte Andrews seinen Gegner mit zwei Uppercuts, die Abedi zu Boden schickten, wo er den Sack mit weiteren Schlägen zumachte.
Dylan Andrews bes. Papy Abedi via K.o. nach 1:32 in Rd.3

Justin Edwards vs. Brandon Thatch

Weiter ging es im Weltergewicht, wo der hoch gehandelte UFC-Neuling Brandon Thatch sein Octagon-Debüt gegen Justin Edwards gab. Gleich zu Beginn ging Thatch nach vorne und deckte Edwards mit Schlägen, Kicks und Knien ein, denen dieser überraschend lange standhielt, bevor der Ringrichter schließlich ein Einsehen mit dem sichtlich überforderten Athleten hatte.
Brandon Thatch bes. Justin Edwards via T.K.o. nach 1.23 in Rd.1

Darren Elkins vs. Hatsu Hioki

Im Federgewicht versuchten sowohl Darren Elkins, als auch Hatsu Hioki zurück auf die Siegerstraße zu gelangen. Elkins ging früh mit seinen Fäusten in die Offensive, Hioki erwischte ihn jedoch mit vielen Kicks zur Leber und einigen weiteren Körpertreffern, die Elkins für kurze Zeit sichtlich in Schwierigkeiten brachten. In Runde zwei konnten beide Kämpfer Takedowns landen. Im Stand dagegen kam Elkins mit Schlagkombinationen ins Ziel, konnte aber keine klaren Treffer setzen. In Runde drei nahm Elkins am Boden mit Positionskontrolle und Groundandpound das Ruder in die Hand und konnte so einen einstmmigen Punktsieg auf den Punktrichterkarten einfahren.
Darren Elkins bes. Hatsu Hioki einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

James Head vs. Jason High
Im Weltergewicht trafen James Head und Jason High aufeinander. Der dekorierte College-Ringer High brachte Head recht früh zu Boden und setzte zum Guillotine Choke an, der diesen zum Abklopfen zwang.
Jason High bes. James Head durch Aufgabe (Guillotine Choke) nach 1:41 in Rd.1

Zak Cummings vs. Ben Alloway
Den zweiten Kampf des Abends dominierte Zak Cummings am Käfig, bevor er Ben Alloway auf den Boden bringen konnte. Dort kam das rasche Ende durch einen D’Arce Choke, mit dem sich der Amerikaner ein erfolgreiches Weltergewichtsdebüt sicherte.
Zak Cummings bes. Ben Alloway durch Aufgabe (D’Arce Choke) nach 4:19 in Rd.1

Roger Bowling vs. Abel Trujillo
Der erste Kampf des Abends endete mit einem „No Contest“. Abel Trujillo und Roger Bowling schenkten sich von Anfang an nichts und tauschten harte Fäuste aus. Nach gelegentlichen Intermezzi am Boden landete Trujillo in Runde drei schließlich zwei illegale Knie zum Kopf des sich auf dem Hosenboden befindenden Bowling. Der Ringrichter zog dafür zunächst einen Punkt ab und beendete den Kampf schließlich auf Anweisung des Ringarztes.
Roger Bowling vs. Abel Trujillo endet im No Contest

Zusätzliche 50.000 US-Dollar sicherten sich Carlos Condit und Martin Kampmann, mit dem Bonus für den “Fight of the Night“. Brandon Thatch wurde für den „K.o. of the Night“ belohnt, während Zak Cummings die „Submission of the Night“ zugesprochen wurde.

UFC Fight Night 27
Mittwoch, 28. August 2013
Bankers Life Fieldhouse in Indianapolis, Indiana, USA

Hauptprogramm:
Carlos Condit bes. Martin Kampmann via T.K.o. nach 0:54 in Rd.4
Rafael dos Anjos bes. Donald Cerrone einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)
Kelvin Gastelum bes. Brian Melancon durch Aufgabe (Rear-Naked Choke) nach 2:26 in Rd.1
Court McGee bes. Robert Whittaker einstimmig nach Punkten (27-30, 30-27, 29-28)
Takeya Mizugaki bes. Erik Perez geteilt nach Punkten (28-29, 29-28, 29-28)
Brad Tavares bes. Robert McDaniel einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Vorprogramm:
Dylan Andrews bes. Papy Abedi via K.o. nach 1:32 in Rd.3
Brandon Thatch bes. Justin Edwards via T.K.o. nach 1.23 in Rd.1
Darren Elkins bes. Hatsu Hioki einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)
Jason High bes. James Head durch Aufgabe (Guillotine Choke) nach 1:41 in Rd.1
Zak Cummings bes. Ben Alloway durch Aufgabe (D’Arce Choke) nach 4:19 in Rd.1
Roger Bowling vs. Abel Trujillo endet im No Contest