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Cole Miller legt Protest ein

Cole Miller (Foto: Zuffa LLC)

Vergangenen Samstag lieferten sich die ehemaligen „Ultimate Fighter 5“-Teamkollegen Manny Gamburyan und Cole Miller einen drei Runden langen Kampf bei der UFC Fight Night 26, den Gamburyan am Ende durch einstimmigen Punktentscheid gewann. Zwei Runden zu lang, wenn es nach Cole Miller geht. Millers Team legte nun offiziell Beschwerde bei der staatlichen Sportkommission von Massachusetts (MSAC) ein.

Der Vorfall ereignete sich gegen Ende der ersten Runde vor Millers Ringecke. Gamburyan shootete zum Takedown, Miller konnte diesen abwehren. An den Zaun gedrückt, bearbeitete Miller seinen Gegner dann mit harten Ellenbogen zum Kopf, die Gamburyan sichtbar mitnahmen. Auf den ersten Blick warfen die Treffer oberhalb Gamburyans linkem Ohr die Frage nach der Legalität der Trefferfläche auf; Ringrichter Yves Lavigne sprach jedoch keine Ermahnung aus und ließ den Kampf weiterlaufen. Die Runde endete, aber Gamburyan hielt sich den Kopf und konnte nicht aufstehen.

Nachdem anfangs noch Miller den Beginn seiner Pausenzeit damit verbrachte, Gamburyan auf die Beine zu helfen, kamen schließlich Gamburyans Betreuer Jacob Duran und Ronda Rousey in den Käfig, um ihn zusammen mit den Ringärzten in die eigene Ecke zu bringen, wo er dann von letzteren untersucht wurde. Gamburyan bekam die Freigabe zur Fortsetzung des Kampfes; die gesamte Prozedur in Gamburyans Ecke dauerte jedoch länger als zwei Minuten und damit länger als erlaubt.

Für Miller nicht der einzige Verstoß gegen die Regeln. So schreiben die Regeln der MSAC vor, dass ein verletzter Kämpfer erst dann von seinem Team betreut werden darf, wenn der Ringarzt ihn fertig untersucht hat. Hier geschah dies zeitgleich. Darüber hinaus konnten Gamburyans Betreuer auch die Anweisungen von Millers Ecke in der Pause mithören, da der Vorfall nur einen Schritt davon entfernt passierte.

Nicht nur Miller war über die Abfolge der Geschehnisse verwirrt. Auch auf Twitter entbrannten Diskussionen darüber, ob der Kampf abgebrochen gehört hätte, weil Gamburyan nach den erlaubten 60 Sekunden Rundenpause weiter von seiner Mannschaft betreut wurde und eine ärztliche Untersuchung durchgeführt wurde, obwohl kein illegaler Treffer durch den Ringrichter angezeigt wurde.

Miller, dem Ringrichter Yves Lavigne noch zusicherte, der Schlag wäre legal gewesen, geht es hierbei nicht darum, Lavigne zu beschuldigen oder einen Rückkampf zu erhalten. Nach eigener Aussage will er mit einer Annullierung des Kampfes lediglich seine Verhandlungsposition um einen neuen Vertrag mit der UFC stärken. Mit dem Gamburyan-Kampf endete Millers aktuelles Arbeitspapier mit der UFC.