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Chris Weidman will Anderson Silva vorzeitig besiegen

Chris Weidman könnte der nächste Herausforderer auf den Mittelgewichtstitel werden. (Foto: Peter Gordon/Creative Commons)

Bis vor kurzem war Chris Weidman vielen Fans kein Begriff. Mit einem spektakulären Sieg gegen Mark Munoz setzte der 28-jährige Athlet jedoch Akzente und hat sich damit wahrscheinlich sogar für einen Titelkampf gegen UFC Mittelgewichtschampion Anderson Silva qualifiziert - Zeit, die Worte fliegen zu lassen.

„Wenn ich gegen Anderson Silva antrete, dann mit dem Wissen, dass ich ihn schlagen kann“, so Weidman kürzlich gegenüber MMAWeekly. „Ich will ihn nicht nur besiegen, ich möchte ein Statement setzen. Ich werde versuchen, ihn vorzeitig zu besiegen.“

Sollte es nicht nur beim Versuch bleiben, dann wäre Weidman der erste Gegner seit sechs Jahren, der Anderson Silva besiegen würde. Dass das nicht leicht wird und ein Großteil der Fans ihm das nicht zutraut, ist dem zweifachen All-American Division I-Ringer jedoch bewusst.

„Ich weiß, dass viele Menschen sich das nicht vorstellen können und denken, dass ich vielleicht verrückt bin“, so Weidman weiter. „Als Sportler gehe ich aber so an die Sache ran. Ich trainiere, um der Beste zu sein und ich denke, dass ich das auch bin.“

Chael Sonnen legte in der Vergangenheit offen, wie man gegen den dominanten Titelträger kämpfen muss, damit man nicht über die volle Distanz dominiert beziehungsweise vorzeitig zu Boden geschickt wird. Mit seinem aggressiven Kampfstil und seinen starken ringerischen Fähigkeiten gelang Sonnen vor zwei Jahren beinahe der Sieg gegen Silva. Auch Weidman ist ein begnadeter Ringer.

„Auf dem Papier bin ich meinem Kampfstil zufolge ein Albtraum für Silva“, so Weidman selbstsicher. „Er wird gegen jemanden kämpfen, der ihn wirklich schlagen will – nicht so wie viele seiner früheren Gegner, die einfach mal mit ihm im Käfig stehen wollten.“

Nach Silvas zweiter Titelverteidigung gegen Sonnen Anfang des Monats wurde spekuliert, wer den nächsten Titelkampf im Mittelgewicht bekommen wird. Langsam aber sicher wird deutlich, wie die Pläne der UFC aussehen könnten. Durch Hector Lombards missglücktes UFC-Debüt sowie die Ansetzung eines Kampfes zwischen Vitor Belfort und Alan Belcher, wird ein Titelkampf für Weidman immer wahrscheinlicher.

Auch für Weidman selbst ist ein Titelkampf die logische Schlussfolgerung seiner Leistung: „Ich bin der Einzige (ohne Titel im Mittelgewicht), der fünf Siege in Folge hat. Ich bin unbesiegt. Ich bin jung. Ich will ein junger Champion sein und diesen Gürtel für lange Zeit halten.“