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Chris Weidman hängt in der Warteschleife

Chris Weidman will seinen Titelkampf. (Foto: Peter Gordon/Creative Commons)

Vor etwa fünf Wochen schaffte es Chris Weidman endlich, sich als einer der besten Mittelgewichtler zu etablieren. Mit Mark Munoz besiegte er einen zu dem Zeitpunkt unter den besten drei Kämpfern dieser Gewichtsklasse befindlichen Sportler eindrucksvoll. Diese "Knockout of the Night"-Performance brachte ihn in Titelgespräche.

Der Mann aus Long Island nimmt die neuen Pflichten als Titelanwärter gerne wahr. Seit seinem Erfolg über Munoz gab er mehr Interviews, und zuletzt war er der Mann der Stunde, als er eine "Frage & Antwort"-Session für den UFC Fight Club moderierte.

Dies nutzte er gerne aus und betrieb Wahlkampf für einen zukünftigen Wettstreit mit dem Titelverteidiger Anderson Silva.

„Silvas Team hat versucht, mich herunterzuspielen, denn ehrlich gesagt wäre ich ein stilistischer Albtraum für ihn“, so Weidman. „Auf dem Papier ist Mark Munoz ein schwierigerer Kampf für mich. Er ist ein guter Ringer, also hätte ich im Stand bleiben müssen, und dort ist er auch gut. Somit drohte mir ein Knock-out. Also habe ich den Kampf angenommen, wohlwissend, dass es eine schwierige Herausforderung war.“

Der neue Titelanwärter besiegte Munoz nicht nur, er deklassierte ihn. Er bekam keinen Schlag ab und verließ das Octagon unbeschadet.

Anfang des Jahres besiegte er mit Demian Maia ebenfalls einen respektierten Gegner. Jedoch schien all dies nicht beeindruckend genug zu sein, um Silva und sein Team von dem Kampf gegen den bis dato unbesiegten Weidman zu überzeugen.

Stattdessen sage Silvas Team, dass ein Catchweight-Kampf gegen Georges St. Pierre im Moment „am sinnvollsten wäre.“

Das Bild hat sich erweitert, als Vitor Belfort eine Herausforderung an Weidman stellte. Weidman lehnte allerdings höflich ab: „Solange mir die UFC nicht sagt, dass dies der Kampf ist, den sie wollen, möchte ich gegen Silva ran“, ließ er verlauten.

Jedoch bleibt der erfolgreiche College-Ringer realistisch. „Wenn die UFC sagt 'Hör zu, der Silva-Fight wird nicht passieren', dann ist das okay“, sagte Weidman. „Im Moment denke ich nur an Silva, bis sie mir etwas anderes sagen. Ich bin mir sicher, dass andere Kämpfer da sein werden und ich werde bereit sein. Ich denke lediglich, dass ich mir einen Titelkampf verdient habe und ich möchte diese Chance.“

Nach der Pressekonferenz zu UFC 150 gestand ihm Dana White die Position des Titelanwärters ein. Allerdings sagte der Präsident der UFC nicht, dass dieser Kampf auch als nächstes stattfinden wird.

Alles scheint von Georges St. Pierres nächstem Kampf im November abzuhängen. Erst danach wird man wohl wissen, was als nächstes für Silva kommt. Chris Weidman bleibt also nichts anderes übrig als abzuwarten. Dass er aber bereit ist und es sich verdient hat, steht außer Frage.