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Brian Bowles fliegt durch Dopingtest

Brian Bowles (Foto: Zuffa LLC)

Die staatliche Sportkommission von Nevada hat das Bantamgewicht Brian Bowles vorübergehend gesperrt. Nach seiner Niederlage bei UFC 160 fand sich in seiner Blutprobe ein erhöhtes Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron. Bowles hatte ein T/E-Verhältnis von 20:1 – bei gesunden Männern beträgt dieses Verhältnis im Normalfall 1:1; die NSAC hat einen Grenzwert von 6:1 festgelegt.

Testosteron ist ein Sexualhormon, welches im Leistungssport als Dopingmittel eingesetzt wird, um den Muskelaufbau zu beschleunigen oder die allgemeine Leistungsfähigkeit zu steigern.

Produziert der Körper das Testosteron auf natürlichem Wege nicht mehr ausreichend, kann eine Testosteronersatztherapie durchgeführt werden. Laut Keith Kizer, dem Geschäftsführer der NSAC, hatte Brian Bowles vor seinem Kampf bei UFC 160 keine Ausnahmegenehmigung für die medizinische Notwendigkeit einer Testosteronersatztherapie vorgelegt.

Mit einer solchen Genehmigung – erteilt durch die NSAC – wäre ein höheres Verhältnis erlaubt. Unter anderem Chael Sonnen profitiert davon. Da diese Genehmigung nicht vorliegt, wird Bowles vorerst als Dopingsünder eingestuft.

Bevor Bowles bestraft wird, hat er die Möglichkeit, den Befund bei einer NSAC-Sitzung anzufechten. Wird der Einspruch abgelehnt, drohen Bowles eine längere Sperre sowie eine Geldstrafe.

Die weiteren Dopingtests nach UFC 160 fielen negativ aus. Alle 24 Kämpfer wurden getestet.