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Bellators Halbschwergewichte in Action

Die Kampfpaarungen des Halbschwergewichtsturniers

Der Startschuss für die achte Bellator-Staffel fällt am 17. Januar, womit auch das Halbschwergewichtsturnier der Staffel eröffnet wird. Bei der Debütveranstaltung auf Spike TV, Bellator 85, finden die ersten drei Viertelfinalkämpfe des Turniers statt, das verbleibende Duell findet eine Woche später bei Bellator 86 statt. Unter den Teilnehmern befinden sich bekannte Gesichter wie der UFC-Veteran Renato „Babalu“ Sobral, der ehemalige Strikeforce-Champion „King Mo“ oder der „Kimbo Killer“ Seth Petruzelli. Dazu die Europa-Importe Mikhail Zayats aus Russland, der Pole Przemyslaw Mysiala und Atanas Djambazov aus Bulgarien. GroundandPound nutzt die Gelegenheit, um die acht Teilnehmer kurz etwas näher vorzustellen.

Renato Sobral (37-9)
Der ehemalige Strikeforce-Champion ist kein Unbekannter, wenn es um Turniere gibt. Seine Karriere begann der Brasilianer 1997 mit einem Turniersieg in seinem Heimatland, zwei Jahre später holte er sich dort den nächsten Sieg in einem Acht-Mann-Turnier. Im Jahr 2000 nahm er neben Antonio Rodrigo Nogueira, Valentijn Overeem und Tsuyoshi Kosaka am legendären „King of Kings“-Turnier der japanischen Organisation RINGS teil und schaffte es dort mit vier Siegen ins Finale, wo er sich gegen Dan Henderson geschlagen geben musste. Sein letztes Turnier bestritt er 2003 nach seinem ersten UFC-Run bei IFC: Global Domination. Dort konnte er sich mit Erfolgen über Trevor Prangley, Mauricio Rua und Jeremy Horn den Turniersieg sichern. Kurze Zeit später kehrte er in die UFC zurück, wo er Chuck Liddell um dessen Titel forderte. In den letzten Jahren kämpfte er vorwiegend für Strikeforce, wo er sich auch den Halbschwergewichtstitel sichern konnte. Zuletzt stand er jedoch in Asien, bei One FC, im Käfig und brachte dort den DREAM-Veteranen Tatsuya Mizuno innerhalb von 31 Sekunden zur Aufgabe.

Mikhail Zayats (19-6)
Der Sambo-Weltmeister aus Russland machte bisher vorwiegende die MMA-Szene in Russland unsicher, wo er einen Großteil seiner Kämpfe frühzeitig beenden konnte. In der Europa-Rangliste rangiert er derzeit auf dem fünften Platz im Halbschwergewicht. In den Vereinigten Staaten stand er erst einmal im Ring, als er im Rahmen der M-1 Challenge-Veranstaltungen den Halbschwergewichtschampion Vinny Magalhaes forderte, sich jedoch geschlagen geben musste. Im vergangenen Jahr hat der 31-Jährige jedoch eine makellose Weste vorzuweisen. Sechs Siege feierte er dabei, zuletzt gegen Marcin Elsner in Abu Dhabi.

Seth Petruzelli (14-6)
Der 33-jährige Kämpfer mit dem Beinamen „Silberrücken“ nahm bei der zweiten Staffel von „The Ultimate Fighter“ Anlauf auf einen UFC-Vertrag. Obwohl ihm das Aus bereits im Halbfinale winkte, kämpfte er daraufhin zweimal in der UFC. Dabei musste er sich jedoch gegen Matt Hamill und Wilson Gouveia geschlagen geben. Zu weitreichender Bekanntheit kam Petruzelli jedoch nicht in der UFC, sondern bei EliteXC. Dort besiegte er den bis dahin ungeschlagenen Kimbo Slice, der von der Medienmaschinerie aufgebaut worden war. Die damit verbundene Aufmerksamkeit sowie zwei weitere Siege verhalfen dem Silberrücken zurück in die UFC, wo er jedoch erneut zwei Niederlagen hinnehmen musste. Nach zwei K.o.-Siegen, zuletzt in seinem Bellator-Debüt gegen den früheren UFC-Champion Ricco Rodriguez, befindet er sich derzeit aber wieder im Aufschwung.

Jacob Noe (8-1)
Der Amerikaner aus Brighton, Tennessee, beendet seine Kämpfe gerne schnell, erst ein Kampf von „The Psycho“ ging über die volle Distanz. Vor seinem Bellator-Debüt im letzten August kämpfte Noe ausschließlich für kleinere nationale Organisationen, weshalb der die Chance nutzen möchte, seine Bekanntheit auf ein größeres Publikum auszudehnen. Seinen Kampf bei Bellator bestritt er gegen Brian Albin, welchen er in der ersten Runde stoppen konnte.

Muhammed Lawal (8-1)
Der exzentrische Amerikaner ist mehrfacher US-Meister im Ringen und nutzt seinen Background heute dazu, den MMA-Sport aufzumischen. Sein MMA-Debüt gab „King Mo“ im Jahr 2008 bei Sengoku. Dort feierte er vier Siege bevor er bei M-1 Global den ersten Kampf in seinem Heimatland bestritt. Im Dezember 2009 gab er sein Strikeforce-Debüt uns sicherte sich im darauffolgenden Kampf den Halbschwergewichtstitel der Organisation. Diesen musste er aber kurze Zeit später an Rafael Cavalcante wieder abgeben. Ein erfolgreiches Comeback gelang ihm gegen den bis dahin ungeschlagenen Roger Gracie. Ein darauf folgender Sieg gegen Lorenz Larkin wurde jedoch von der Sportkommission des Bundesstaates Nevada zu einem „No Contest“ erklärt, da Lawal nach dem Kampf einen positiven Doping-Test ablieferte. Bei Bellator steht er zum ersten Mal seit seinem positiven Test im Käfig.

Przemyslaw Mysiala (16-7)
Mit Polens Przemyslaw Mysiala hat Bellator einen weiteren Europäer ins Spiel gebracht, der dafür bekannt ist, ein schnelles Ende in seinen Kämpfen herbeizuführen. Im Laufe seiner Karriere wurde nun ein einziger Kampf über Punkte entschieden. Aufgabegriffe sind dabei eines von Mysialas Markenzeichen, neunmal brachte er seine Gegner zum abklopfen. Zuletzt musste sich der Pole jedoch bei BAMMA im Kampf gegen Jason Jones geschlagen geben.

Emanuel Newton (18-7)
Der ehemalige MFC-Halbschwergewichtschampion steht zum zweiten Mal in einem Bellator-Turnier. In der letzten Sommer-Serie stieg er mit einem Sieg über Roy Boughton ins Halbfinale auf, musste sich dort jedoch gegen den späteren Sieger Attila Vegh geschlagen geben. Zuvor kämpfte er bei verschiedenen mittelgroßen Veranstaltungen wie King of the Cage, Maximum Fighting Championships oder Shark Fights. Vor der Niederlage gegen Vegh war Newton in seinen letzten sechs Kämpfen ungeschlagen.

Atanas Djambazov (17-2)
Der Bulgare ist außerhalb seines Heimatlandes noch ein unbeschriebenes Blatt. In Bulgarien dominierte er jedoch den Großteil seiner Gegner, seine letzte Niederlage liegt drei mehr als drei Jahre und zehn Kämpfe zurück. Die durchschnittliche Kampfzeit in seinen letzten fünf Kämpfen lag unter fünf Minuten.