MMA Restliche Welt

Neue Studie: Doping ist gefährlich fürs Gehirn

In einer von PLOS ONE veröffentlichten Studie wurde festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Schwere von traumatischen Hirnverletzungen und dem Gebrauch von anabolen Steroiden gibt.

Die Studie besagt, dass in 20% der bekannten Fällen von chronischer traumatischer Enzephalopathie (CTE), also krankhaften Veränderungen im Gehirn, eine Vergangenheit mit dem Gebrauch von Substanzen wie androgenen anabolen Steroiden vorliegt. Derartige Substanzen befinden sich in vielen leistungssteigernden Produkten, auch als Doping-Mittel bezeichnet.

Um den Zusammenhang zwischen dem Konsum von anabolen Steroiden und der Schwere von Gehirntraumata zu untersuchen, verabreichten die Autoren der Studie einigen Mäusen eine Mischung aus drei verschiedenen Anabolika. Anschließend wurden sie zwei Situationen ausgesetzt, die starke Erschütterungen verursachen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten, dass die Mäuse, denen anabolen Steroide verabreicht wurden, signifikant schlimmere Verletzungen im Hirn vorwiesen. Dies brachte die Autoren zu dem Entschluss, dass der Gebrauch dieser Substanzen die angeborene Immunreaktion gegenüber traumatischen Hirnverletzungen, die  durch Erschütterung herbeigerufen wurden, negativ verändert.

Im Kampfsport MMA sind Erschütterungen des Gehirns durch Tritte und Schläge Teil eines jeden Kampfes. Der Konsum von leistungssteigernden Substanzen durch MMA-Kämpfer würde laut dieser Studie das Risiko für Gehirntraumata erhöhen bzw. das Ausmaß der Verletzung verstärken. Die größte MMA-Promotion UFC verschärfte im letzten Jahr ihre Doping-Tests (GNP1 berichtete).