MMA Restliche Welt

Bellator 172: Fedors Comeback-Tour macht Halt in San José

Fedor Emelianenko und Matt Mitrione (Foto: Bellator MMA)

Fast sechs Jahre ist der letzte Kampf von Fedor Emelianenko auf amerikanischem Boden her. Damals unterlag der „Last Emperor“ Dan Henderson durch K.o. in der ersten Runde. Heute Nacht geht es nun gegen Matt Mitrione und weniger um den Sieg als vielmehr die Frage: Warum tut sich Fedor das noch an?

Über die Karriere von Fedor Emelianenko (36-4 (1)) müssen eigentlich keine Worte verloren werden. Zehn Jahre war er ungeschlagen, bestritt dabei unzählige Ringschlachten für die Ewigkeit und zementierte seine Ansprüche auf den Status des besten Schwergewichts, wenn nicht sogar besten Kämpfers aller Zeiten. Doch das Denkmal bröckelte in den letzten Jahren.

Zwar wurde sein Comeback an Silvester 2015 noch groß gefeiert, seine Leistungen im Ring machten die Freude schnell zunichte. Einem Sieg über den indischen Kickboxer Jaideep Singh bei Rizin folgte ein beschämender Punktsieg vor heimischer Kulisse gegen Fabio Maldonado, der vom Verband WMMAA sogar nachträglich zum Unentschieden umgeschrieben wurde.

Der mittlerweile 40-Jährige „Last Emperor“ liebäugelte anschließend sogar kurzzeitig mit einer Unterschrift bei der UFC, blieb aber dann doch dem alten Weggefährten Scott Coker treu und unterzeichnete stattdessen einen Bellator-Vertrag.

In seinem Bellator-Debüt trifft Emelianenko heute Nacht auf Matt Mitrione (11-5). Der frühere NFL-Spieler und UFC-Kämpfer ist zwar nur zwei Jahre jünger als sein Gegner, der Tacho zeigt aber weitaus weniger Kilometer an, schließlich begann „Meethead“ erst 2009 mit professionellen MMA-Kämpfen, die er fast alle in der UFC bestritt.

Auch wenn er sich nie als außergewöhnlich zeigte, war der 38-Jährige ein stets gefährlicher Standkämpfer mit K.o.-Power und feierte mittlerweile auch bei Bellator zwei vorzeitige Siege, wobei er in seinem Debüt gegen Carl Seufanumata kurz selbst ins Wanken geriet. Insofern vielleicht ein idealer Gegner für Emelianenko, schließlich gab Mitrione früher freimütig zu, so gut wie keinen Bodenkampf zu trainieren.

Auch der Rest des Hauptprogramms ist prominent besetzt: Josh Thomson (22-8 (1)) kämpft gegen Patricky Freire (16-8), Cheick Kongo (25-10-2 (1)) stellt sich Oli Thompson (17-9) und Josh Koscheck (17-10) feiert sein Bellator-Debüt gegen Mauricio Alonso (12-7). Eröffnet wird die Main Card von Brooke Mayo (8-2) und Veta Arteaga (2-1).

Das Programm in der Übersicht:

Bellator 172: Fedor vs. Mitrione
18. Februar 2017
San José, Kalifornien, USA

Fedor Emelianenko vs. Matt Mitrione
Patricky Freire vs. Josh Thomson
Cheick Kongo vs. Oli Thompson
Mauricio Alonso vs. Josh Koscheck
Veta Arteaga vs. Brooke Mayo

Vorprogramm
Juan Cardenas vs. Luis Vargas
Dominic Sumner vs. Abraham Vaesau
Jeremy Murphy vs. Matthew Ramirez
Anthony Do vs. Bobby Escalante
Cesar Gonzalez vs. Nikko Jackson
Zach Andrews vs. J.J. Okanovich
Gaston Bolanos vs. Abner Perez
J.C. Llamas vs. James Terry
Francisco France vs. Anatoly Tokov
Diego Herzog vs. Martin Sano
Roque Reyes vs. Justin Tenedora