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Bellator 149: Kimbo Slice und Ken Shamrock gedopt

Schon ist der Sieg wieder weg: Kimbo Slice war gedopt (Foto: Bellator MMA)

Bellator 149 bleibt weiterhin in aller Munde. Das „Tentpole“-Event von Scott Coker, in dessen Hauptkämpfen sich die MMA-Legenden Royce Gracie und Ken Shamrock sowie die Straßenschläger Kevin „Kimbo Slice“ Ferguson und Dhafir „Dada5000“ Harris gegenüberstanden, gerät trotz fantastischer Einschaltquoten immer mehr zum Fiasko. Gestern Abend wurde bekannt gegeben, dass sowohl Shamrock als auch Ferguson positiv getestet wurden.

Wie die texanische Behörde für Lizensierung und Regulierung (TDLR) bekannt gab, wurden in den Urinproben von Ferguson und Shamrock verbotene Substanzen gefunden. Welche Substanzen das sind, wurde allerdings noch nicht veröffentlicht, da man hier erst einen möglichen Rechtsstreit abwartet. Dass es Ferguson und Shamrock nicht schafften, in dem für laxe Dopingkontrollen bekannten Staat Texas durch den Dopingtest zu kommen, spricht Bände. Glück im Unglück für die beiden ist jedoch, dass man nach positiven Tests in Texas in der Regel mit einer Maximalsperre von 90 Tagen davonkommt.

Als Konsequenz wurde Fergusons Sieg über Harris von einem Sieg durch technischen Knockout in einen No Contest umgewandelt. Ferguson hatte die dritte Runde gebraucht, um seinen früheren Bodyguard Harris zu schlagen. Dabei profitierte „Kimbo Slice“ jedoch von der schwachen Physis seines Gegners, der körperlich nicht auf drei Runden MMA eingestellt war, noch im Käfig zusammenbrach und mit Herzproblemen eine Woche lang das Krankenhaus nicht verlassen durfte.

Für Ken Shamrock ändert sich durch diesen Test wenig, der „Worlds Most Dangerous Man“ unterlag Royce Gracie durch T.K.o. Fraglich ist, ob Shamrock seinen Einspruch gegen die Wertung nun zurückzieht. Shamrock ist der Ansicht, dass der Ringrichter einen Tiefschlag von Gracie übersah und ihn die fehlende Erholungspause nach dem Foul den Kampf kostete. Der 52-Jährige wurde bereits zum zweiten Mal positiv getestet. Das erste Mal stammt aus seinem Kampf gegen Superschwergewicht Ross Clifton im Jahr 2009. Damals wurden gleich drei Steroide nachgewiesen.