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Bellator 107: Kongo, Warren und Ward mit Turniersiegen

Bei Bellator 107 wurden drei Finalkämpfe in drei verschiedenen Gewichtsklassen ausgetragen. Im Hauptkampf der Veranstaltung konnte sich Cheick Kongo zum Gewinner des Schwergewichtsturniers krönen, während Joe Warren und Brennan Ward ebenfalls ihre Turnierfinals gewannen. Der Kölner Jonas Billstein ließ zudem im Vorprogramm nichts anbrennen und besiegte Cortez Coleman einstimmig nach Punkten. Wir blicken für euch auf die Ergebnisse der Kampfnacht aus Oklahoma, USA.

Finale des Schwergewichtsturniers
Cheick Kongo vs. Peter Graham
Der Franzose fing recht passiv an, befand sich im Rückwärtsgang und ließ Graham kommen. Plötzlich stürmte Kongo nach vorne und brachte zwei harte Knie an den Körper. Graham ließ sich davon nicht beeindrucken und marschierte unaufhörlich nach vorne. Erneut explodierte Kongo mit Schlagkombinationen und harten Knien, der insgesamt mehr Treffer ins Ziel brachte, jedoch den Großteil der Runde rückwärtsging.

Dies ändere sich in Runde zwei, denn hier machte Kongo den Druck und brachte einige Treffer ins Ziel, während Graham seinerseits entschlossen dagegenhielt. Ein Cut öffnete sich an der linken Augenbraue des Australiers. Kongo erhöhte den Druck und traf mit weiteren harten Kniestößen sowie einem Takedown, wenige Sekunden vor Rundenende.

Graham schien konditionell angeschlagen im dritten Durchgang. Der Schwergewichtler bewegte sich langsam und wurde von Kongo mit Kicks und Jabs auf Distanz gehalten. Der Franzose brachte ihn mit einem Ausweichmanöver zu Boden und schlug aus dem Full Mount mit Ellenbogen auf ihn ein. Graham wendete sich ab und gab so Kongo seinen Rücken her, der auch sofort einen Rear-Naked Choke ansetzte, doch Graham befreite sich auch hier und brachte seinerseits Schläge an. Wieder auf den Beinen wurde Graham mit Knien bearbeitet und erneut auf den Boden gebracht. Die Runde endete mit Kongo in der Oberlage, der damit einen deutlichen Punktsieg und den damit verbundenen Turniererfolg feiern durfte.

Finale des Bantamgewichtsturniers
Travis Marx vs. Joe Warren
Der selbsternannte „Baddest Man on the Planet“ sprach vor dem Duell davon, den Titel wieder sein Eigen nennen zu dürfen. Um eine Chance darauf zu bekommen, war ein Turniersieg notwendig, den sich der versierte Ringer erarbeitete. Nach knapp einer Minute gelang ihm der Takedown, doch Marx kämpfte sich wieder auf die Beine und griff mit harten Knien an, wurde jedoch eine knappe Minute darauf erneut auf die Matte gewuchtet.

Zu groß der Druck des früheren Olympia-Ringers, der das Tempo aufrechterhalten konnte. Plötzlich traf Warren mit einem harten Knie das Kinn seines Gegners, der sofort zusammenbrach und kampfunfähig war, jedoch noch zwei Schläge einstecken musste, bis der Ringrichter dazwischen ging. Es war der zweite Turniersieg für den früheren Federgewichtschampion, der nun als Nr.1-Herausforderer im Bantamgewicht um das Bellator-Gold antreten darf.

Finale des Mittelgewichtsturniers
Mikkel Parlo vs. Brennan Ward
Nachdem Parlo die erste Runde für sich entscheiden konnte, wurde er im zweiten Durchgang von einer harten Linken zu Boden geschickt. Wieder auf den Beinen, wurde er hart von Ward angegangen, nach einigen Körpertreffern in den Zaun gedrückt und dort von wuchtigen Fäusten so lange malträtiert, bis der Ringrichter genug gesehen hatte und die Begegnung stoppte. Brennan Ward krönte sich damit zum Gewinner des Mittelgewichtsturniers.

Derek Campos vs. Martin Stapleton
Beide Athleten warfen mit Bomben um sich, die jedoch selten das Ziel trafen. Campos brachte seinen Kontrahenten auf den Boden, wo er ihn mit Submissions angriff, doch dieser hielt durch. Auch in den weiteren Runden punktete Campos mit Takedowns und kontrollierte so sein Gegenüber, um den Punktsieg zu erzwingen.

James Edson Berto vs. Patricky Freire
Beide Kämpfer lieferten sich ein unterhaltsames Kickboxduell, bei dem Freire die bessere Figur machte. In der zweiten Runde wurde Berto von einer knallharten linken Faust zu Boden geschickt, doch er kam rasch wieder zu sich und brachte den Brasilianer zu Boden. Auch im letzten Durchgang dominierte Freire, indem er mehr Treffer an den Mann bringen konnte und schlussendlich mit dem verdienten Punktsieg belohnt wurde.

Jonas Billstein vs. Cortez Coleman
Billstein sprang sofort in seinen Gegner hinein, auf der Suche nach dem Takedown, doch Coleman blockte ab und brachte den Deutschen zu Boden. Nach einem Sweep von beiden Kämpfern befand sich der Amerikaner in der Oberlage, doch wurde er vom Combat Club Cologne-Kämpfer fast in einen Triangle-Choke gebracht. Scheinbar wurde es ihm auf den Boden zu gefährlich, denn er stand auf und winkte Billstein zu sich herauf. Die Strategie wurde schnell klar: Coleman wollte boxen, während Billstein den Bodenkampf suchte.

Auf den Beinen konnte der US-Amerikaner jedoch keine Treffer setzten, zu beweglich schien der Kölner. Immer wieder gelang Billstein der wichtige Takedown, mit dem er sich bis in den Full Mount arbeitete, um Ellenbogen und Fäuste anzubringen. Im zweiten Durchgang gab es eine Pause, aufgrund eines Tiefschlags von Billstein. Kurz darauf gelang dem Kölner erneut der Takedown. Aus einem Guillotine von Coleman befreite sich Billstein und brachte daraufhin harte Schläge an. Der Amerikaner drehte sich im Schlaghagel ab, so dass Billstein die Backmount erklimmen und an einem Rear-Naked Choke arbeiten konnte, bis die Runde endete.

Auch in Runde drei konnte Coleman keinen signifikanten Schlag ins Ziel bringen und wurde am Zaun von Billstein zu Boden gehievt. Aus der Side Control schlug Billstein mit Ellenbogen zu und wechselte in den Full Mount. Nach einer Drehung von Coleman, setzte Billstein einen Rear-Naked Choke an, doch Cortez befreite sich erneut und befand sich nun im Half Mount und später im Guard des Deutschen. Dieser arbeitete jedoch von unten und sweepte Coleman, um wieder selbst in der Full Mount zu landen. Harte Schläge ließen den Amerikaner erneut den Rücken hergeben, so dass die Runde in einer dominanten Position für den Kölner endete. Das Fazit: Ein deutlicher Punktsieg für den Combat Club Cologne-Athleten, aufgrund eines strikt eingehaltenen Gameplans.

Raphael Butler konnte in den Vorkämpfen mit einem knallharten T.K.o.-Sieg überzeugen. Nach einem anfänglichen Schlagabtausch, fertigte er Josh Burns mit harten Knien ab, bis dieser verbal aufgab.

In den ersten Kämpfen des Abends konnten Linton Vassell und Mike Mucitelli Punktsiege einfahren.

Anbei alle Ergebnisse des Abends:

Bellator 107
8. November 2013
WinStar World Casino in Thackerville, Oklahoma, USA

Finale des Schwergewichtsturniers
Cheick Kongo bes. Peter Graham einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)

Finale des Bantamgewichtsturniers
Joe Warren bes. Travis Marx via T.K.o. (Schläge) nach 1:56 in Rd. 2

Finale des Mittelgewichtsturniers
Brennan Ward bes. Mikkel Parlo via T.K.o. (Schläge) nach 1:39 in Rd. 2

Derek Campos bes. Martin Stapleton einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)

Vorprogramm
Patricky Freire bes. James Edson Berto einstimmig nach Punkten (30-27, 29-28, 30-27)
Jonas Billstein bes. Cortez Coleman einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)
Mike Mucitelli bes. Ryan McCurdy einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)
Raphael Butler bes. Josh Burns via Submission (verbal) nach 2:14 in Rd. 1
Linton Vassell bes. Matt Jones einstimmig nach Punkten (30-27, 30-26, 30-26)