MMA Restliche Welt

Bas Rutten erzählt die Wahrheit über Kimbo Slice

Sie galten als das Traumpaar der MMA-Szene: Bas Rutten und Kimbo Slice. Der ehemalige UFC-Champion und King of Pancrase nahm Kimbo vor zwei Jahren unter seine Fittiche, als dieser sich dazu entschloss, eine Karriere im Käfig anzustreben. Rutten versuchte, aus dem Straßenkämpfer einen echten MMA-Sportler zu formen.

Im Februar dann der Schock: Bas trennte sich von Kimbo! Beide Seiten gaben sich bedeckt, mehr als vage Äußerungen über die prekäre Situation bekam man nicht heraus. Doch kürzlich brach Bas gegenüber Fighters Only sein Schweigen!

„Ich habe ihn falsch eingeschätzt, er hat sich in einen völlig anderen Menschen verwandelt. Ich habe ihm das vor ein paar Wochen gesagt. Wir haben uns zusammen hingesetzt. Ich sagte ihm, dass er ein Arschloch wäre und ich null Respekt für ihn übrig hätte. Und ich kann keine Leute trainieren, die ich nicht respektiere. Niemals.“

„Er hat sich einfach in einen völlig anderen Typen verwandelt. Er hatte es nicht nötig, die Dinge zu tun, von denen ich ihm sagte, dass er sie tun soll. Er würde ja nicht auf den Boden gehen. Am Tag vor dem Petruzelli-Kampf wollte ich mit ihm noch einmal Heel Hooks und Befreiungen durchgehen und er sagte: ‚Nee, der Kampf wird nicht auf dem Boden landen.’“

„Ich sagte: ‚Ha, ich mag diese Einstellung. Aber was, wenn er doch auf dem Boden landet?’ Aber er sagte: ‚Das wird nicht passieren.’ Also meinte ich okay, aber wenn er Dein verdammtes Bein in zwei Hälften reißt, sag nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt. Er sagte: ‚Ich weiß nicht, ob es mental gut für mich ist, wenn Du mir so etwas vor einem Kampf sagst.’ Ich sagte: ‚Ich denke nicht, dass es gut für Dich ist, vor einem Kampf nicht auf das zu hören, was ich Dir sage!’“

Bas ist der Ansicht, dass Kimbo zwar Potential hat, aber ihm mangele es an Lernbereitschaft.

„Er hat ein paar Dinge gelernt, aber dann vergaß er sie wieder. Im Thompson-Kampf gelangen ihm in der ersten Runde ein paar großartige Befreiungen, aber sobald er müde wurde, hat er nichts mehr getan.“

„Und was mir am Thompson-Kampf nicht gefiel, war die Tatsache, dass er danach sagte: ‚Ja, wir haben geplant, drei Runden zu kämpfen.’ Und ich sagte ihm: ‚Sag so etwas nicht. Du hattest Glück, dass der Ringrichter den Kampf in der zweiten Runde nicht beendete. Sag nicht, dass wir geplant hätten, drei Runden zu kämpfen, das war kein Teil des Plans.’“

Bas führt weiter aus, dass er es nicht gewohnt ist, dass seine Schüler nicht auf ihn hören.

„Wenn sie nicht das tun was ich sage, sind sie draußen. Ich handele im besten Interesse der Kämpfer – ich will, dass sie gewinnen. Wenn sie das nicht akzeptieren, müssen sie gehen.“